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Regionale Lebensmittel-Versorgung: Landwirtschaftskammer präsentiert Maßnahmenpaket

Tips Logo Online Redaktion, 09.09.2022 11:39

OÖ. Mit einem Maßnahmenpaket will die Landwirtschaftskammer Oberösterreich die heimische Lebensmittel-Versorgung sichern.

Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger. (Foto: LK OÖ)
Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger. (Foto: LK OÖ)

„Mit der Anpassung von Pauschalierungsregelungen und den geplanten Stromkostenentlastungen wird sichergestellt, dass vor allem die Rinder-, Milch-, Schweine- und Gemüseproduktion sowie die bäuerliche Direktvermarktung trotz der massiv gestiegenen Kosten keine Einschränkung erfahren und so weiterhin die regionale Lebensmittelversorgung garantieren können. Die bäuerlichen Familienbetriebe werden damit auch in nächster Zeit ihrem Versorgungsauftrag bei Lebensmitteln in vollem Umfang nachkommen“, erklärt Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger.

Stromkostenentlastung als Anreiz für bäuerliche Betriebe

Die Tierhaltung ist in Oberösterreich stark ausgeprägt. Vor allem diese werde durch die massiv gestiegenen Stromkosten enorm belastet. Mit der angekündigten Stromkostenentlastung solle ein zusätzlicher Anreiz für bäuerliche Betriebe gesetzt werden, trotz höherer Preise ihre Futtermittel nicht zu verkaufen, sondern weiterhin in der Tierhaltung zu Milch und Fleisch zu veredeln.

Rückgang der Lebensmittelproduktion entgegenwirken

Im Bereich der agrarischen Einkommensteuerpauschalierung ist vorgesehen, dass die bisherige Umsatzgrenze von 400.000 Euro auf 600.000 Euro angehoben wird. Gleichzeitig erfolgt eine Anpassung der Umsatzgrenze für bäuerliche Nebentätigkeiten wie die Direktvermarktung von bisher 40.000 Euro auf künftig 45.000 Euro. Die zuletzt erfolgten deutlichen Kosten- und Preissteigerungen hätten dazu geführt, dass viele bäuerliche Betriebe ihren Produktionsumfang reduzieren müssen, um in der Einkommensteuerpauschalierung verbleiben zu können. Damit hätten sich die Einkommen vieler bäuerlicher Betriebe deutlich reduziert und in einer ohnehin angespannten Versorgungssituation hätte ein spürbarer Rückgang der Agrar- und Lebensmittelproduktion gedroht.


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