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OÖ. Vor fünf Jahren wurde in der Oö. Landesregierung einstimmig die Frauenstrategie „Frauen.Leben 2030“ beschlossen, um die Gleichstellung in allen Lebensbereichen voranzutreiben. Zeit für eine Zwischenbilanz, anlässlich des Weltfrauentags am 8. März.

LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Beate Zechmeister (r.), Leiterin Frauenreferat des Landes OÖ. (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)

Über 100 Maßnahmen für die Gleichstellung der Frau in allen Lebensbereichen umfasst die Frauenstrategie. Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März wurde nun in Linz der fünfte Zwischenbericht vorgelegt. Die Maßnahmen betreffen alle Ressorts der Oö. Landesregierung, nicht nur das Frauenreferat ist zuständig für Frauen- bzw. Gleichstellungsförderung. „Das Grundprinzip: nicht ein Ressort ist zuständig, es betrifft alle – und auch Organisationen, Institutionen, Firmen – jeder kann und muss beitragen. Wir wollen in einem Oberösterreich leben, wo Mädchen und Frauen gleiche Chancen haben wie Burschen, wollen zur Vielfalt ermutigen – dazu braucht es viele Maßnahmen und Umsetzungsschritte“, so Frauenreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP).

„Gibt noch sehr viel zu tun“

Der aktuelle Zwischenbericht biete eine gute Basis, um Entscheidungen im Bereich der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zu treffen, betont Beate Zechmeister, die Leiterin des Frauenreferates des Landes OÖ.

„Insgesamt sehen wir positive Entwicklungen in der Frauenpolitik“, so Haberlander. Man wolle aber auch nicht „über den Klee loben“, sondern die aktuelle Situation aufzeigen. „Es gibt noch sehr viel zu tun, das muss eingefordert werden.“

Was sich bisher getan hat

Verbesserungen zeigt der Zwischenbericht beim Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen in OÖ auf – dieser hat sich seit 2011 von 23,6 Prozent auf 18,1 Prozent verringert. Diese Schere müsse weiter geschlossen werden. Eine Forderung von Haberlander an die Bundesregierung: Das automatische Pensionssplitting endlich einzuführen.

Wesentlich mehr Mädchen steigen in technische Lehrberufe ein, das Angebot in der Kinderbildung und -betreung sei in den letzten Jahren stark gestiegen. Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seien selbstverständlich geworden und das Angebot für von Gewalt betroffenen Frauen werde weiter ausgebaut.

Appell: Bewusst machen, welche Auswirkung Entscheidung hat

Bei Thema Teilzeit stehe sie zum Grundprinzip Wahlfreiheit, so Haberlander. „Frauen sollen selbst entscheiden, wie sie etwa Kinderbetreuung handhaben. Die individuelle Entscheidungsfreiheit bedingt, dass die Rahmenbedingungen passen müssen. Wenn jemand arbeiten möchte, ist es wichtig, dass Kinderbetreuung zur Verfügung steht, und ja, da haben wir in manchen Regionen noch Aufholbedarf. Ich glaube, Angebot schafft Nachfrage. Im Hinblick auf die Pension appelliere ich aber, sich bewusst zu machen, welche Auswirkung die Entscheidung hat. Viele bleiben auch noch in Teilzeit, wenn die Kinder schon 15, 16 Jahre alt sind – die Konsequenzen müssen bewusst sein.“

Details, Zwischenbericht und vieles mehr unter: www.frauenreferat-ooe.at/frauenstrategie.htm


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