Wechsel an der Spitze der Kinderfreunde OÖ
LINZ/OÖ. Wenn am 13. Mai 200 Delegierte bei der Landeskonferenz der Kinderfreunde Oberösterreich im Volkshaus Pichling/Solarcity zusammenkommen, wird auch ein Wechsel an der Spitze der Kinderfreunde besiegelt: Helmut Gotthartsleitner kandidiert als neuer Landesvorsitzender und folgt damit Roland Schwandner nach, der diese Funktion fast zehn Jahre lang ausübte.

„Wir Kinderfreunde haben es uns zur Aufgabe gemacht, Kindern Perspektiven zu geben. In den letzten Jahren ist uns viel gelungen, aber es gibt auch noch viel zu tun“, resümiert Schwandner. „Gerade in Krisenzeiten sollte auf Kinder und Familien besonders geschaut werden und das geschieht aktuell leider immer noch viel zu wenig“.
„Psychische und physische Gesundheit der Kinder in Gefahr“
In Oberösterreich ist die psychische und physische Gesundheit der Kinder in Gefahr, da es zu wenige Angebote gibt. „Es fehlen Plätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und aufgrund von Augenfacharztknappheit können keine flächendeckenden Augenuntersuchungen für Schulan-fänger in den Kindergärten durchgeführt werden. Kindern wird Schritt für Schritt das Recht auf Gesundheit gestohlen“, warnt Schwandner.
Die letzten Pandemie-Jahre haben gezeigt, wie wichtig die sozialen Kontakte für Kinder und Ju-gendliche sind und wie negativ sich der plötzliche Wegfall auswirken kann. Hier nimmt auch die Kinder- und Jugendgruppenarbeit der Kinderfreunde eine große Bedeutung ein. „Die Ehrenamt-lichen stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um Kindern schöne Momente zu ermöglichen. Diese Menschen tragen einen großen Beitrag für unsere Gesellschaft und für das gesunde Aufwachsen der Kinder. Ihnen gebührt mein besonderer Dank für den Einsatz in den letzten Jahren“, schließt Schwandner.
Maßnahmen gegen die Teuerung gefordert
Helmut Gotthartsleitner, der eben auch erst wieder als Regionsvorsitzender der Linzer Kinderfreunde bestätigt wurde, kennt die Kinderfreunde wie seine Westentasche. Als größte Herausforderung bezeichnet der 41 Jährige den Erhalt und Ausbau der ehrenamtlichen Kinderfreunde-Struktur in Oberösterreich, den Einsatz für die Rechte der Kinder aber auch die Schieflage in der Elementarbildung und die vorherrschende Teuerungskrise.
Die Corona-Pandemie und die vorherrschende Teuerung haben aufgezeigt, wo die Schwachstellen unserer Gesellschaft liegen, und trotzdem haben die Landes- und Bundesregierung falsche Prioritäten gesetzt und die Familien mit ihren Sorgen im Stich gelassen. „Die Politik muss endlich Maßnahmen setzen, die die Familien nachhaltig entlasten, Einmalzahlungen sind hier zu wenig. Wenn also in der Teuerungskrise nun wieder die Familien im Stich gelassen werden, ist zu befürchten, dass das wieder zulasten der Kinder geht.“
Tag der Familien am 15. Mai
Gleich nach der Landeskonferenz feiern die Kinderfreunde oberösterreichweit am 15. Mai den Tag der Familie mit einem „Tag der offenen Tür“. Die Kinderfreunde bieten eine breite Palette an Angeboten: Eltern-Kind-Zentren, Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen, Ortsgruppen und vieles mehr. Familien sind eingeladen, sich selbst ein Bild von Österreichs größter Familienorganisation zu machen. Es machen zahlreiche Einrichtungen mit


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