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Potentialanalyse für Schüler: Mehrheit findet Entscheidung für Ausbildungsweg schwierig

Tips LogoAnna Fessler, 12.07.2023 16:47

OÖ. Die kostenlose Potenzialanalyse für Schüler der 8. Schulstufe bzw. für AHS-Schüler der 11. Schulstufe ist eine Förderaktion des Wirtschaftsressorts des Landes Oberösterreich und der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ). Die Wirkung in den Augen der Teilnehmenden und deren Eltern hat nun eine IMAS-Umfrage untersucht.

Das IMAS-Institut hat die Wirkung der kostenlosen Potentialanalyse untersucht. Dabei kam auch heraus, dass eine Mehrheit der Befragten die Entscheidung für einen Ausbildungsweg als schwierig bewertet. (Foto: stockpics/stock.adobe.com)

Die kostenlose Potentialanalyse umfasst mehrere psychologische Tests im Gesamtumfang von drei Stunden und ein Gespräch mit einem Arbeitspsychologen im Beisein der Eltern oder einer Vertrauensperson. Die Analyse soll Jugendliche bei ihrer Entscheidung für einen Berufsweg unterstützen. Im aktuellen Schuljahr haben 238 Schulen in allen oberösterreichischen Bezirken das Angebot der Potentialanalyse genutzt.

Umfrage zur Wirkung

Das Institut IMAS hat nun im Auftrag der WKOÖ eine Untersuchung über die Wirkung des Angebots durchgeführt. Dazu wurden 322 Teilnehmer und deren Eltern (1.194 Personen) im Mai dieses Jahres online befragt. Auf die Frage „Wie schwierig ist es für einen jungen Menschen die richtige Ausbildungsentscheidung zu treffen?“ wurde von der Mehrheit als schwierig eingestuft (35 Prozent fanden es sehr schwierig, 52 Prozent eher schwierig). Dieses Ergebnis zeige klar, dass mit dem Angebot „in einer wichtigen Frage auf die richtige Weise“ unterstützt werde, so Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP).

Familie und Schnuppertage sind häufigste Infoquellen

Bei der Fragen nach Informationsquellen für die Ausbildungsentscheidung wurden am häufigsten die Familie (77 Prozent) und Schnuppertage (63 Prozent) genannt. Auf dem dritten Platz folgen Berufsinfomessen (52 Prozent). Im Durchschnitt werden vier Quellen genutzt. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer sieht darin einen weiteren Vorteil der Analyse: man könne Jugendlichen damit Berufswege entsprechend ihrer individuellen Interessen und Fähigkeiten aufzeigen, die über Berufe hinausgehen, die bereits durch die Familie bekannt sind.

64 Prozent bewerteten Angebot als hilfreich

Im Nachhinein betrachtet, empfanden 22 Prozent die Potentialanalyse sehr hilfreich (22 Prozent) für die Ausbildungsentscheidung, weitere 42 Prozent bewerteten sie als eher hilfreich. Drei Viertel der Befragten stimmten eher zu, dass durch die Analyse bisherige Überlegungen hinsichtlich Lehrberufen oder Schultypen gefestigt wurden, man Informationen über Schultypen und Lehrberufe erhalten hat und dass die Neigungen und Stärken klarer wurden.

Ehemalige Teilnehmerin: „Man kann selbstsicherer starten“

Das Ausbildungsangebot als auch die Berufschancen in Oberösterreich werden von 90 Prozent der Befragten als eher gut eingestuft. Teilnehmerin Kerstin Reslhuber, derzeit im 2. Lehrjahr als Bürokauffrau tätig, empfiehlt die Potentialanalyse weiter, auch jenen, die sich schon sicher bei der Berufswahl sind – so war es auch bei ihr der Fall. „Man erhält auf jeden Fall eine gute Bestätigung und kann dann selbstsicherer in das Berufsleben oder in die nächste Schule starten.“

Die Potentialanalyse kann von Schulen oder über das WKO-Karriere-Center in Anspruch genommen werden. Weiterführende Angebote sind die Plattform ooe-schnuppert.at für Jugendliche, die im Sommer in der Berufswelt „schnuppern“ möchten oder die Berufsorientierungsmesse Jugend und Beruf im Oktober in Wels.


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