FPÖ fordert weniger Kontrollen sowie Preis- und Produktionshoheit für Bauern
LINZ. In mehreren Ländern Europas protestieren wütende Bauern gegen Kürzungen bei Agrarsubventionen und fordern dabei auch mehr Einsatz für regionale Landwirtschaft. In Oberösterreich fordert die freiheitliche Bauernschaft und die FPÖ in einer Pressekonferenz weniger Kontrollen und Einschränkungen für Bauern bei gleichzeitiger Preis- und Produktionshoheit.

Die österreichische Landwirtschaft stehe seit Jahren unter immensem Druck, so Arthur Kroismayr, Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft. Das setze auch die Versorgungsunabhängigkeit und -sicherheit unter Druck. Die FPÖ spricht gar von einem „Bauernsterben“, weil sich die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in Oberösterreich von 1995 bis 2016 um etwa 33 Prozent verringert hat.
Schuld daran ist aus Sicht der FPÖ die Agrarpolitik der EU, etwa der „Green Deal“. Auch die steigenden Produktionskosten für die heimischen Landwirte, die nicht an die Handelsketten weitergegeben werden dürfen und das derzeitige Fördersystem seien Ursachen.
Drei Kernforderungen
Die FPÖ fordert gemeinsam mit der freiheitlichen Bauernschaft drei Kernmaßnahmen: weniger Kontrolle des Bauernstandes, weniger Bürokratie und die Preis- und Produktionshoheit den Bauern zu überlassen. Unter dem Motto „Regional statt Global“ sollen kleine bäuerliche Familienbetriebe erhalten und die Nahversorgung gefördert werden. Konkret bedeutet das unter anderem den Vorrang von regionalen Lebensmitteln in öffentlichen und Betriebskantinen, eine Umverteilung im Agrarbereich zugunsten kleinerer und mittlerer Betriebe oder etwa die Einführung einer Vollmilchkalbprämie.


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