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OÖ/Ö/BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat im Dezember 2023 einen Vorschlag eingebracht, den Schutzstatus des Wolfes zu senken. Die Bundesländer haben nun eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben, um Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) zu verpflichten, zuzustimmen.

Symbolfoto (Foto: MIKKA FOTOGRAFIE/stock.adobe.com)
Symbolfoto (Foto: MIKKA FOTOGRAFIE/stock.adobe.com)

Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) fordert schon länger eine Lockerung der FFH-Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat) und damit des Wolfschutzstatus. Mit einer Population von etwa 20.000 Wölfen in der EU sei der günstige Erhaltungszustand erreicht.

„Nach Rissen und zahlreichen Sichtungen hat Oberösterreich selbst Management-Maßnahmen getroffen. Zum Wohl der Landwirtschaft und der Sicherheit der Menschen haben wir zusätzlich stets auf eine erweiterte europäische Vorsorge gepocht. Nun da Brüssel ein Umdenken signalisiert, muss Österreich geschlossen auftreten“, so Langer-Weninger.

Bundesländer wollen Gewessler zur Zustimmung verpflichten  

Aktuell ist der Wolf als streng geschützte Tierart im Anhang II des Berner Artenschutz-Übereinkommens gelistet. Die EU-Kommission schlägt vor, den Wolf in den Anhang III des Übereinkommens zu verschieben. Diese Änderung würde es ermöglichen, die EU-FFH-Richtlinie anzupassen und den Wolf leichter zu bewirtschaften.

Nun müssen die Mitgliedsstaaten über diesen Vorschlag im Rat beraten und abstimmen. Vertreten wird Österreich dabei durch Ministerin Gewessler. Jagd- und Naturschutzangelegenheiten fallen in Österreich aber in die Kompetenz der Bundesländer. Daher haben sich die Länder, federführend durch Niederösterreich und Oberösterreich, auf eine einheitliche Länderstellungnahme geeinigt, um Gewessler zu binden. Dementsprechend müsse sie bei den Verhandlungen der Senkung des Schutzstatus zustimmen, so Langer-Weninger.


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