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Oberbank-Bilanz 2023: Es geht wieder aufwärts im privaten Wohnbau

Tips Logo Anna Fessler, 04.04.2024 13:39

LINZ. Vom besten Ergebnis der Geschichte sprach Oberbank-Chef Franz Gasselsberger am Mittwoch bei der Pressekonferenz zur Jahresbilanz 2023. Im privaten Wohnbaubereich sei „die Talsohle durchschritten“, im ersten Quartal 2024 wird bei den Wohnkrediten ein Plus von rund 20 Prozent verzeichnet.

In der Oberbank hat im ersten Quartal 2024 die Nachfrage nach Wohnkrediten wieder deutlich angezogen (plus 20 Prozent). (Foto: Gina Sanders/stock.adobe.com)
In der Oberbank hat im ersten Quartal 2024 die Nachfrage nach Wohnkrediten wieder deutlich angezogen (plus 20 Prozent). (Foto: Gina Sanders/stock.adobe.com)

Das Zinsergebnis der Oberbank 2023 hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert, Gasselsberger spricht von einem neuen Rekordwert (Plus 47 Prozent). Mit der Normalisierung des Kreditrisikos seien auch die Risikovorsorgen erhöht worden. Der Jahresüberschuss vor Steuern beträgt 477,7 Millionen Euro, der Jahresüberschuss nach Steuern 382,6 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist um 8,9 Prozentpunkte auf 3,86 Milliarden Euro gestiegen, die Kernkapitalquote konnte auf 18,88 Prozent erhöht werden.

„Das operative Kundengeschäft ist die Stärke der Oberbank und es war auch 2023 wieder sehr zufriedenstellend. Wir haben daher im Vorstand beschlossen, der Hauptversammlung eine deutliche Dividendenerhöhung vorzuschlagen, um so unsere Aktionäre am Erfolg teilhaben zu lassen.“, so Gasselsberger.

Wohnbau: „Talsohle durchschritten“

Im privaten Wohnbau habe man die Talsohle durchschritten, auch die weitere Entwicklung wird optimistisch gesehen. Die jungen Erwachsenen hätten sich an das neue Zinsniveau gewöhnt, das historisch betrachtet nicht außergewöhnlich hoch sei. Bei den Immobilienpreisen sei bereits ein Rückgang spürbar, auch sei das neue Wohnbaupaket der Bundesregierung „zum richtigen Zeitpunkt gekommen“. Bei der KIM-Verordnung habe es bürokratische Erleichterungen gegeben mit denen die Banken mehr Spielraum hätten, zudem sind mit der Inflation auch die Löhne und Gehälter gestiegen. Damit dürfe man hoffen, dass sich der Wohnbautrend fortsetzt. Gefragt seien überwiegend Fixzinskredite.

Rechtststreit mit der UniCredit dauert an

Zum Rechtsstreit mit der Unicredit wollte Gasselsberger nicht allzu viel sagen, 2023 sei aber aus juristischer Sicht das mit Abstand positivste Jahr gewesen. Ein Ende des Rechtsstreits sei derzeit nicht in Sicht, auch habe die UniCredit bei der Hauptversammlung einen weiteren Eskalationsschritt gesetzt und verlangt, dass die Obernbank Schadenersatzansprüche gegen ihren eigenen Vorstand geltend mache. Das sei jedoch ein Nebenschauplatz zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofes im Sommer 2023.

Ausblick

Das vorige Geschäftsjahr sei in Summe ein sehr erfolgreiches gewesen, ab Mitte des Jahres habe sich die Lage deutlich eingetrübt. Auch sei man 2024 mit einer schwachen Konjunktur gestartet, mit der Inflationsentwicklung Richtung Zielkorridor der EZB deute jedoch alles auf eine Zinssenkung im Sommer hin. Man sei verhalten ins Jahr gestartet, aber sehe nun eine Aufhellung der Stimmung, es herrsche mehr Optimismus und Investitionsbereitschaft, auch in Deutschland, was sich positiv auf die Kreditnachfrage auswirkt.


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