„Bauern sind keinem Heimatfilm der 50er-Jahre entstiegen“: Neue Kampagne „Gutes kommt zurück“ zeigt Bild
OÖ/LINZ. Mit der neuen Kampagne „Gutes kommt zurück“ will das Agrar-Ressort des Landes OÖ unter Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) sowohl in der Gesellschaft als auch innerhalb der Landwirtschaft Bewusstsein und Sichtbarkeit dafür schaffen, dass die viel geforderte Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft seit jeher gelebt wird.

Die Landwirtschaft könne den großen Herausforderungen wie Klimakapriolen, geopolitischen Verschiebungen, volatilen Finanzmärkten und Ressourcenknappheit die Kreislaufwirtschaft entgegenstellen, so Langer-Weninger. Seit Generationen werde diese in der Landwirtschaft gelebt, „Nur redet kaum jemand darüber. Wenn in der Landwirtschaft nicht immer schon im Kreislauf gearbeitet worden wäre, hätte sie heute keinen Boden mehr.“ Und wenn Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im Wald oder in der Landwirtschaft laut würden, laute der Tenor: „Das machen wir bereits, bekommt das keiner mit?“
„Keinem Heimatfilm entstiegen“
Das soll die neue Kampagne „Gutes kommt zurück“ nun ändern. „Es geht darum, neue Bilder zu kreieren und neues Verständnis zu schaffen. Die Kampagne soll in der Gesellschaft einen Wow-Effekt erzeugen, innerhalb der Landwirtschaft Mut machen und positive Motivation erzeugen“, so Langer-Weninger.
Denn „Landwirtschaft ist so viel mehr als dieses heile-Welt-Bild, das uns in der Werbung suggeriert wird. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind keinem Heimatfilm der 50er-Jahre entstiegen. Sie sind aufgeschlossen, modern, entwickeln innovative Produkte, tüfteln an Hof-eigenen Energiealternativen, brüten über Betriebszahlen.“
„Schaut so ein Manager aus?“ Echte Bauern mit Vorbildwirkung
Die Kampagne „Gutes kommt zurück“ soll auch zeigen, dass sich die Arbeit auf den heimischen Höfen für alle Menschen lohnt. Für die Sujets wurden Frauen und Männer aus der oö. Land- und Forstwirtschaft mit Vorbildwirkung gewonnen.
Schaut so ein Manager aus? Ist zum Beispiel zu lesen, mit dem Forstwirt Stefan Achathaler aus Adlwang am Sujet? Und auch die Antwort dazu gibt es – in diesem Fall „Ja! Einer der dafür gerade steht, dass die Wälder gesund bleiben.“
Ebenfalls auf den Plakaten zu finden:
- „Aktivist“ Christoph Rott, der in Pötting eine Fischzucht betreibt
- „Strategin“ Barbara Holzinger mit einem Schweinehaltungsbetrieb in Ungenach
- „CEO“ Bernhard Winkler, Acherbauer aus Achleiten
- „Influencerin“ Sonja Holzmann, sie betreibt eine Hühnerhaltung in Königswiesen
Neben den Sujets gibt es unter guteskommtzurueck.at Informationen und Interviews mit den Botschaftern.
Neue Strategien und Innovationen: 20-köpfiger Beirat
Um das Wissen und die Expertise um die Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie zu bündeln, wurde von Langer-Weninger vor einem Jahr auch ein 20-köpfiger Beirat eingesetzt, der in Bezug auf Entwicklungen und Umsetzung einer Strategie berät. Experten aus den Bereichen Wissenschaft und Technik, Finanzwesen, Politik, bis hin zu Medien und natürlich der Land- und Forstwirtschaft tagen vierteljährlich. Die Themen reichen von CO₂-Monitoring über Ernährungstrends bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Forschungsprojekten wie zuletzt eine Fließabdeckung für Zuckerrüben am Feld oder Sensortechnik beim Düngen. Von der Idee zur Umsetzung unterstützt werden innovative Projekte der Land- und Forstwirtschaft mit einer Förderung aus dem Zukunftsfonds des Landes OÖ.


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