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LINZ/WELS. In Oberösterreich versuchten 1.511 Personen einen der 320 Plätze an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität (JKU) zu ergattern. Auch in Wien, Graz und Innsbruck fand heute das Aufnahmeverfahren MedAT für das Studium der Medizin statt.

In der Messe Wels konkurrierten 1.511 Medizinstudium-Werber beim MedAT um die 320 verfügbaren Studienplätze an der JKU. (Foto: JKU)

11.904 Kandidaten haben heute an den gemeinsamen Aufnahmeverfahren MedAT für das Studium an den Medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz sowie an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz teilgenommen. In Oberösterreich fand der Aufnahmetest in der Messe Wels statt.

464 Personen erschienen nicht zum Test

Nicht alle der angemeldeten Kandidaten nahmen teil: 464 Personen waren angemeldet, erschienen dann aber nicht zur Aufnahmeprüfung. An der JKU sind dieses Jahr zehn Studienplätze mehr als im Vorjahr verfügbar. Im Bereich Humanmedizin stehen mindestens 75 Prozent der Studienplätze Bewerbern mit einem Reifezeugnis aus Österreich zu.

„Numerus-Clausus-Flüchtlinge“

Weil in Deutschland eine Notengrenze für die Zulassung zum Medizinstudium gilt, der Numerus Clausus, sind unter den Bewerbern immer auch einige Deutsche. Laut einer Auswertung der Statistik Austria (Stand 2022) verlassen die meisten Österreich nach dem Medizinstudium wieder: 77 Prozent der deutschen Absolventen gehen innerhalb von drei Jahren ins Ausland. Von den österreichischen Absolventen verlassen acht Prozent das Land. Im Zusammenhang mit dem Phänomen der deutschen MedAT-Bewerber hat sich der Begriff „Numerus-Clausus-Flüchtlinge“ etabliert.

Neue Maßnahme gegen den Ärztemangel: Zehn gewidmete Medizinstudienplätze an der JKU

Für das kommendes Wintersemester sind in Österreich 85 Medizin-Studienplätze im öffentlichen Interesse gewidmet. In Oberösterreich sind zehn Ausbildungsplätze an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität (JKU) reserviert – für Studierende, die sich verpflichten, nach Abschluss ihrer Ausbildung zehn Jahre lang in Oberösterreich zu arbeiten. Zusätzlich erhalten die ausgewählten Bewerber während ihres Studiums 1000 Euro pro Monat.


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