Oö. Jagdstatistik 2025/26: "Unser Ziel sind gesunde Wildbestände in geeigneten Lebensräumen"
OÖ/SANKT FLORIAN. In Oberösterreich sind im Jagdjahr 2025/26 mehr als doppelt so viele Wildschweine erlegt worden wie im Jahr davor. Die Zahl stieg von 929 auf 2.209. Bei Feldhasen gingen die Abschüsse hingegen zurück. Das geht aus der Jagdstatistik des Oö. Landesjagdverbandes mit Sitz in St. Florian hervor.

Das Jagdjahr dauerte von 1. April 2025 bis 31. März 2026. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum landesweit 161.150 Stück Wild erlegt - laut Landesjagdverband rund ein Prozent weniger als im Vorjahr. Daneben registrierte die Statistik 11.681 Wildtiere, die im Straßenverkehr getötet wurden.
Schwankungen beim Schwarzwild
Die Zahl der erlegten Wildschweine lag um rund 138 Prozent über dem Wert des vorangegangenen Jagdjahres. Dieser war allerdings vergleichsweise niedrig: Im Jagdjahr 2023/24 waren bereits 1.613 Wildschweinabschüsse registriert worden.
Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner verweist darauf, dass solche Schwankungen beim Schwarzwild regelmäßig vorkämen. „Es braucht jedenfalls aufmerksame Jägerinnen und Jäger, eine gute Zusammenarbeit über Reviergrenzen hinweg und eine konsequente, an die örtliche Situation angepasste Bejagung“, so Sieghartsleitner.
Rehwild auf Niveau des Vorjahres
Beim Rehwild blieb die Zahl der Abschüsse mit 83.142 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Beim Rotwild stieg sie von 4.088 auf 4.162. Die Zahl der erlegten Gämsen sank dagegen von 1.880 auf 1.801.
Weniger Hasen erlegt
Bei den Feldhasen ging die Zahl der Abschüsse um 11,6 Prozent zurück. Anders verlief die Entwicklung bei den Fasanen: Hier stieg die Zahl der erlegten Tiere von 17.996 auf 18.504. Auch bei den Wildenten wurden mehr Abschüsse gemeldet. Ihre Zahl nahm von 9.188 im Jagdjahr 2024/25 auf 9.452 zu.
Der Landesjagdverband weist darauf hin, dass Abschusszahlen keine unmittelbare Zählung der Wildbestände darstellen. Sie müssten gemeinsam mit Beobachtungen in den Revieren und den jeweiligen Bedingungen betrachtet werden.
„Regulierend eingreifen, wo notwendig“
„Hinter diesen Zahlen stehen sehr unterschiedliche Herausforderungen in unseren Revieren. Wir müssen dort regulierend eingreifen, wo es notwendig ist, und zugleich Lebensräume sichern und verbessern“, betont Sieghartsleitner. „Unser Ziel sind gesunde Wildbestände in geeigneten Lebensräumen.“
Fast 32 Wildtiere pro Tag sterben auf Oberösterreichs Straßen
Eine besonders eindringliche Zahl liefert die Statistik beim Fallwild: 11.681 Wildtiere wurden im Jagdjahr 2025/2026 als Verluste durch den Straßenverkehr registriert. Das entspricht im Durchschnitt fast 32 Tieren pro Tag. Gegenüber dem Vorjahr sank die Gesamtzahl laut Landesjagdverband um rund 1,2 Prozent.
„Fast 32 getötete Wildtiere pro Tag sind ein klarer Auftrag, bei der Wildunfallprävention dranzubleiben. Viel wurde ja bereits mit den Wildwarnern auf den gefährlichsten Strecken erreicht. Jeder vermiedene Zusammenstoß schützt Tiere und Menschen“, unterstreicht Sieghartsleitner.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden