Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

"Schwarzbauten" in Oberösterreich: Keine Generalsamnestie, aber neue Möglichkeiten bei Abweichungen

Tips LogoKarin Seyringer, 14.11.2024 19:46

OÖ/LINZ. Das Land OÖ sucht wie berichtet nach einer verfassungskonformen Lösung, und Schwarzbauten teilweise zu legalisieren. Dies soll mit einer Ergänzung im Raumordnungsgesetz und in der Bauordnung geschehen. Am Donnerstag war das Vorhaben von LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) auch Thema in der oö. Landtagssitzung.

Symbolfoto: Mit einer Gesetzesnovelle soll es in Oberösterreich teilweise möglich werden, drohende Gebäudeabrisse durch nachträgliche Widmungsergänzung zu verhindern. (Foto: Gabriele Rohde/stock.adobe.com)

Haimbuchner und Achleitner haben einen Initiativantrag zur Widmungsergänzung bei widmungswidrigen Baufehlern in den Landtag eingebracht. Eine nachträgliche Widmungsergänzung soll ermöglicht werden. Betroffene Eigentümer sollen die Möglichkeit erhalten „durch empfindliche Ausgleichszahlungen bestehenden Wohnraum zu erhalten und Existenzen zu sichern“, teilen die beiden im Anschluss mit.

Betont wird erneut, dass es sich bei der Novelle um keine „Generalsamnestie“ für „Schwarzbauten“ handle. Der Entwurf der Novelle sieht einige Voraussetzungen für eine Lösung durch eine nachträgliche Widmungsergänzung vor.

So sind etwa 

  • gänzliche „Grünlandbauten“
  • Bauten ohne ursprünglichen Baukonsens, also „Schwarzbauten“ im klassischen Sinn
  • oder auch Gebäude, die nicht dem Wohn- oder dem gewerblichen Geschäftszweck dienen, wie zum Beispiel Gartenhütten oder Swimmingpools

grundsätzlich nicht umfasst.

„Jeden einzelnen Fall unter die Lupe nehmen“

„Es ist mir wichtig zu betonen, dass es sich hier um kein Amnestiegesetz handelt, sondern um eine Lösung, die jeden einzelnen Fall unter die Lupe nimmt. Auch zielt unser Lösungsansatz nicht auf 'klassische' Schwarzbauten ab und es sind nur solche Bauten umfasst, die für die Betroffenen zum Wohnen oder zum Betreiben ihres Gewerbes unerlässlich sind. Ich möchte nicht, dass Familien plötzlich auf der Straße stehen oder Unternehmen schließen müssen, weil es keine andere Option gibt, außer den Abriss“, so Haimbuchner. „Zur zukünftigen Vermeidung solcher Fälle haben wir bereits durch die Einführung des §40a in der oberösterreichischen Bauordnung im Frühjahr dieses Jahres gesorgt. Dieser verpflichtet den Bauführer, eine Bestätigung über bewilligungsgemäße Lage des Gebäudes vorzulegen.“

Landesrat Achleitner ergänzt: „Eine Generalamnestie für Schwarzbauten war von Anfang an nicht das Ziel. Vielmehr ist eine rechtskonforme und vernünftige Lösung im Sinne der Menschen im Mittelpunkt gestanden. Denn es wäre in vielen Fällen unverständlich, wenn jahrelang bestehende Einfamilienhäuser oder Geschäftsbauten abgerissen werden müssten, um dann nur ein paar Meter weiter neu errichtet zu werden. Das wäre keine Lösung, umso mehr als dadurch Familien plötzlich vor dem Nichts und Betriebe vor dem Aus stehen. Aufgrund der Vielzahl von möglichen Fällen ist ein öffentliches Interesse im Sinne der Wohnraumsicherung oder des Erhalts von bestehenden Unternehmen und damit von Arbeitsplätzen unbestreitbar. Durch eine entsprechende Ergänzung im OÖ. Raumordnungsgesetz kann nun legistisch eine Lösung für derartige Fälle geschaffen werden, die auch entsprechend der Erkenntnisse des vorliegenden Rechtsgutachtens zu dieser Thematik umsetzbar ist.“

Mehr zum Thema: Land OÖ will verfassungskonforme Lösung für „Schwarzbauten“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden

Antworten
.
.
15.11.2024 12:34

Ja ja

Da gab's doch bei einem Ableger eines Bgm Schwarzbau. Und ja NATÜRLICH am See in OÖ/SBG. wurden mehr gebaut als Steuereinnahmen flossen .Das war am W-Rössl SEE. FAKT ist überall stellte die VolksVERARSCHERpartei den Bgm.


Weitere Beiträge

Oberösterreich mit zweitniedrigster Pro-Kopf-Verschuldung

Oberösterreich mit zweitniedrigster Pro-Kopf-Verschuldung

OÖ/LINZ. Oberösterreich gehört bei der Pro-Kopf-Verschuldung zu den Bundesländern mit den niedrigsten Werten. Laut aktuellen Zahlen der Statistik ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
OÖ-Arbeitsmarkt bleibt stabil, Frauenarbeitslosigkeit aber deutlich gestiegen

OÖ-Arbeitsmarkt bleibt stabil, Frauenarbeitslosigkeit aber deutlich gestiegen

OÖ. Die Zahl der Arbeitslosen ist in Oberösterreich im August gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei Frauen ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Kunstuni Linz und IT:U verstärken Gründer-Netzwerk „hub,ert“

Kunstuni Linz und IT:U verstärken Gründer-Netzwerk „hub,ert“

OÖ/LINZ. Das oberösterreichische Gründer-Netzwerk „hub,ert“ bekommt Zuwachs: Die Kunstuni Linz und die IT:U – Interdisciplinary Transformation ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Mit der Pflegelehre in einen Beruf mit Zukunft

Mit der Pflegelehre in einen Beruf mit Zukunft

OÖ. Mit der Pflegelehre gibt es seit 2023 in Oberösterreich einen direkten Einstieg nach der Pflichtschule. Sie verbindet praktische Ausbildung ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Raiffeisenlandesbank OÖ steigert Halbjahresgewinn deutlich

Raiffeisenlandesbank OÖ steigert Halbjahresgewinn deutlich

OÖ/LINZ. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Weniger Lust auf Jobwechsel, mehr Zufriedenheit im aktuellen Job

Weniger Lust auf Jobwechsel, mehr Zufriedenheit im aktuellen Job

Ö. Der aktuelle Arbeitsmarkt-Kompass zeigt im zweiten Quartal 2026 erste Zeichen einer Stabilisierung: Die Wechselbereitschaft der heimischen ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Weitere Beiträge