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OÖ. Das Wetter im zu Ende gehenden Jahr brachte wieder einige Herausforderungen mit sich - Hitzetage, Starkregenereignisse und daraus folgende Überflutungen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. 2024 geht nun als wärmstes Jahr in der 257-jährigen Messreihe Oberösterreichs zu Ende.

Bei den Starkregenereignissen im September kam Oberösterreich relativ glimpflich davon. (Foto: Volker Weihbold)

Die Temperaturen lagen heuer um 2 Grad höher im Vergleich zur 30-jährigen Referenzperiode von 1991 bis 2020, damit geht 2024 als heißestes Jahr in der 257-jährigen Messreihe Oberösterreichs ein. Schon zu Beginn des Jahres zeigten sich diese Entwicklungen, als nach dem zweitwärmsten Winter der wärmste Frühling und Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen folgten.

„Das bislang wärmste Jahr 2023 konnte seinen Spitzenplatz also nicht lange halten. Auch fast alle anderen der 25 wärmsten Jahre der Messgeschichte finden sich in der jüngeren Vergangenheit, was ein deutlicher Hinweis auf den fortschreitenden und sich weiter beschleunigenden Klimawandel ist“, betont der Klimaexperte Alexander Ohms von GeoSphere Austria, der seit vielen Jahren für das Klimaressort des Landes Oberösterreich Klimabilanzen erstellt.

Folgen in der Vegetation zu beobachten

Die höchste Temperatur heuer in Oberösterreich wurde am 29. Juni in Weyer mit 35,6 Grad Celsius gemessen, die tiefste Temperatur am 17. Jänner mit -19,2 Grad Celsius in Liebenau. In Linz wurden heuer 37 Hitzetage gezählt, darunter 18 Tropennächte. Große Hitze kann vor allem in urbanen Gebieten, wo es wenige Grün- und Schattenflächen gibt, zu einer großen Belastung für die Bevölkerung werden.

Auch die Vegetation zieht Folgen der Erderwärmung mit sich, etwa setzte die Marillenblüte 2024 um drei Wochen früher ein als im Durchschnitt. Die Vegetationsperiode dauerte um zwei Wochen länger.

„Müssen schneller handeln“

Die Starkregenereignisse Mitte September trafen Teile von Österreich mit großer Wucht - in Niederösterreich und Wien gab es große Überflutungen, Oberösterreich kam im Vergleich dazu relativ glimpflich davon. Mit einem Niederschlagsüberschuss von 25 Prozent im Vergleich zu bisherigen Rekordereignissen waren Feuerwehr und Co. bei zahlreichen Überflutungen und Ausuferungen an Gewässern im Einsatz.

„Das Jahr 2024 zeigt uns eindringlich, dass der Klimawandel längst Realität ist. Jedes Jahr ohne wirksame Maßnahmen verschärft die Klimakrise und ihre Auswirkungen“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne). „Wenn wir den zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen, müssen wir schneller handeln. Für den Ausbau erneuerbarer Energien braucht es eine Überholspur in Oberösterreich. Das Wetterjahr 2024 endet mit ruhigem Winterwetter, doch die alarmierenden Daten und Entwicklungen mahnen uns, den Klimaschutz endlich zur obersten Priorität zu machen.“


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