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Oberösterreich will junge Fachkräfte nach Oberösterreich holen

Tips Logo Steiner Christoph, 02.02.2026 15:05

LINZ. Laut aktuellen Analysen werden 2030 rund 83.000 und 2040 bereits 151.000 Arbeitskräfte in Oberösterreich fehlen. „Es wird keinen Betrieb geben, den dieses Problem nicht betrifft“, warnt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP). Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Oberösterreich will das Land gezielt junge Fachkräfte nach Oberösterreich holen.

Von links: Margit Klima-Bencic (Personalleiterin MIC Datenverarbeitung), WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner präsentierten die Come2Austria-App. (Foto: Hermann Wakolbinger)

„Der Fachkräftemangel droht zu einer Wachstumsbremse zu werden. Neben vielen anderen Aktivitäten und Maßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik sind internationale Fachkräfte daher eine wichtige Zielgruppe für den heimischen Arbeitsmarkt“, betont die Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich, Doris Hummer.

Oberösterreich als Pilotregion

Die Bundesregierung hat angekündigt, heuer Pilotregionen für eine „Rot-Weiß-Rot-Karte für volljährige Lehrlinge“ umzusetzen. Wie Hummer betont, will Oberösterreich eine dieser Pilotregionen werden.

Wichtig wird es dann aber auch sein, die jungen Leute langfristig in Oberösterreich zu halten. Dieses Problem zeigt sich bereits an den Hochschulen im Land. „Viele internationale Studenten absolvieren eine Ausbildung auf höchstem Niveau an unseren heimischen Universitäten und Fachhochschulen. Dieses Potenzial gilt es noch besser zu nutzen, damit möglichst viele dieser Studierenden auch in Oberösterreich bleiben“, so die WKOÖ-Präsidentin.

Umfangreiche Hilfsangebote

Die Wirtschaftskammer und das Land Oberösterreich haben gemeinsam mit weiteren Standortpartnern ein Maßnahmenbündel entwickelt, um internationalen Arbeitskräften mit einem umfassenden Informations-, Beratungs- und Förderangebot zur Seite zu stehen. Das Come2Upper Austria Service Center der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria unterstützt Unternehmen beim Recruiting und hilft internationalen Studierenden und Beschäftigten beim Ankommen und Einleben in Oberösterreich.

Auch als App

Seit kurzem sind alle Angebote in der „Come2Austria“-App gebündelt. Die App bietet internationalen Fachkräften einen digitalen Einstieg in das Leben, Arbeiten, Studieren sowie in Behördenwege in Österreich.

Auch das Linzer Software-Unternehmen MIC nutzt die Angebote des Come2Upper Austria Service Center und der App. „Wir sehen die App als gute Ergänzung zu unserer Integrationsarbeit im Unternehmen. Sie richtet sich sowohl an Fachkräfte, die bereits in Oberösterreich leben, als auch an jene, die erst kommen möchten“, erklärt MIC-Personalleiterin Margit Klima-Bencic.


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