Kooperation zwischen Kepler Uniklinikum und AUVA für kürzere OP-Wartezeiten
OÖ/LINZ. Nach Gesprächen zu einer Übernahme von OP-Patienten am Kepler Uniklinikum (KUK) durch das UKH in Linz (AUVA), um die Wartezeiten zu reduzieren, gibt es jetzt eine Vereinbarung. Bis zu 15 OPs monatlich können vom KUK ans UKH überwiesen werden.

Schon länger wurde darüber diskutiert: Um die Wartezeiten für planbare orthopädische und traumatologische Eingriffe im oö. Zentralraum zu reduzieren, besiegelten die AUVA und das KUK nun die Kooperation. Beschlossen wurde das in der Sitzung des Verwaltungsrats der AUVA am Mittwoch.
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Monatlich bis zu 15 Zuweisungen
Durch die Kooperation können ab sofort die infrastrukturellen und personellen Kapazitäten des UKH genutzt werden. Monatlich bis zu 15 Zuweisungen des KUK an das UKH sind möglich. Die Auswahl der Patienten sowie die Terminvergabe und Zuweisung erfolge dabei ausschließlich über das KUK, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung am Donnerstag heißt.
„Hinter OP-Wartezeiten stehen keine abstrakten Zahlen, sondern es sind immer Menschen damit verbunden und ihre ganz persönlichen Sorgen. Deshalb wollen wir in Oberösterreich die Zusammenarbeit zwischen den Häusern stärken und ausbauen, deshalb habe ich der KUK-Geschäftsführung den Auftrag erteilt, eine Kooperation mit der AUVA zu erarbeiten“, so die zuständige LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP). Damit gelinge es ganz konkret, zusätzliche OP-Kapazitäten zu schaffen und Wartezeiten zu verkürzen.
„Diese Kooperation ist ein Best-Practice-Beispiel für trägerübergreifende Zusammenarbeit. Wir stellen die Versorgung in den Mittelpunkt. Jeder Eingriff, der früher stattfindet, ermöglicht eine schnellere Rückkehr in den Arbeitsprozess sowie in das selbstbestimmte Privatleben“, ergänzt Leonhard Zauner, Vorsitzender des AUVA-Landesstellenausschusses Linz.
Auch die Kollegiale Führung am KUK dankt dem UKH Linz für die konstruktiven Gespräche und freut sich über die neue Kooperation.
Pilotprojekt mit Option auf Verlängerung
Die operative Zusammenarbeit startet ab sofort und ist als Pilotprojekt angelegt, wobei eine Verlängerung als Option besteht. Begleitend werde evaluiert und optimiert, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. AUVA und KUK sehen im Pilotprojekt „die Basis für eine vertiefte Systempartnerschaft in der Gesundheitslandschaft in Oberösterreich“.


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