VKB knackt erstmals vier Milliarden Euro Bilanzsumme
OÖ/LINZ. Trotz schwieriger Wirtschaftslage und anhaltender Rezession hat die VKB im Geschäftsjahr 2025 einen historischen Meilenstein erreicht. Die Bilanzsumme überschritt erstmals die Marke von vier Milliarden Euro. Mit 37,4 Millionen Euro erzielte die VKB auch das dritthöchste Betriebsergebnis ihrer 153-jährigen Geschichte.

Die Bilanzsumme stieg um 5,5 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Die harte Kernkapitalquote erreichte mit 20,1 Prozent ebenfalls einen Rekordwert (Vorjahr: 17,5 Prozent). Die Gesamtkapitalquote lag bei 20,7 Prozent (Vorjahr: 18,2 Prozent). Die anrechenbaren Eigenmittel betragen 480,3 Millionen Euro.
„Dieser erneute Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten Transformation der VKB zu einer Bank für den unternehmerischen und privaten Mittelstand, die wir 2023 gestartet und 2025 erfolgreich abgeschlossen haben. Nun fokussieren wir uns aus einer Position der Stärke auf die nächste Etappe unserer Weiterentwicklung und investieren gezielt in Filialen, IT und unsere Mitarbeiter“, so Markus Auer, Generaldirektor der VKB.
Die Primäreinlagen stiegen um 5,3 Prozent auf 3,449 Milliarden Euro. Vor allem Online-Sparen, Sparbriefe und Termineinlagen legten zu. Auch die Primärausleihungen erhöhten sich auf 2,749 Milliarden Euro (plus 1,7 Prozent).
Nach den Zinssenkungen der EZB sei ein Rückgang des Zinsergebnisses absehbar gewesen Der Nettozinsertrag reduzierte sich um 15,5 Prozent. Gleichzeitig verbesserte die VKB ihr Dienstleistungsergebnis deutlich – von 34,8 auf 36,2 Millionen Euro. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft stiegen um 6,8 Prozent auf 16,3 Millionen Euro.
Weniger Firmenkredite, Anstieg bei Privatkundengeschäft
Während die Nachfrage nach Firmenkrediten hinter den Erwartungen blieb, verzeichnete die VKB im Privatkundengeschäft, insbesondere bei Wohnbau-Krediten, sowie im Wertpapierbereich deutliche Zuwächse. „Es braucht jetzt Vertrauen und Planbarkeit, damit Betriebe wieder aktiver investieren können“, so Auer. „Es fehlt nicht am unternehmerischen Geist und Willen, die Unternehmer gewinnen zunehmend an Zuversicht und wenn es noch gelingt, die überbordenden regulatorischen und bürokratischen Rahmenbedingungen drastisch zu vereinfachen, dann erwarten wir einen richtig starken Wirtschaftsaufschwung.“
Mit ihrer neuen Strategie für die Jahre 2025 bis 2027 setzt die VKB nun verstärkt auf Modernisierung und Ausbau. So wurde die Filiale in Grieskirchen umfassend saniert. Außerdem eröffnet die Bank im Mai 2026 ein neues Kompetenzzentrum in Gmunden.
2025 verstärkten Oliver Schmölzer und Alexander Novak den Vorstand und führen die VKB gemeinsam mit Generaldirektor Auer und Vorstandsdirektor Markus Forsthuber. Die VKB wurde 1873 gegründet und betreibt heute 32 Filialen in Oberösterreich, Wien, Graz und Salzburg. Aktuell werden 650 Mitarbeiter beschäftigt.


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