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OÖ/LINZ. Im Zeichen der Zuversicht stand der Oö. Klimagipfel 2026. Rund 200 Teilnehmer diskutierten im Linzer Lentos darüber, wie Oberösterreich den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann und welche Chancen sich daraus ergeben.

  1 / 2   Am Podium, v.l.: Landesrat Stefan Kaineder, Michaela Krömer, Christoph Dolna-Gruber, Katharina Rogenhofer und Moderatorin Laura Anninger (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

Für Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) bedeutet Zuversicht nicht, die Klimakrise zu verharmlosen. „Zukunft der Zuversicht heißt: Wir schauen hin. Wir sagen ehrlich, was ist. Und wir entwickeln Schritt für Schritt die Lösungen dafür – hier bei uns in Oberösterreich.“

Drei Impulse mit Botschaften

Experten aus den Bereichen Klima, Energie, Recht und Wirtschaft zeigten auf, welche Chancen in der Transformation liegen und warum Zuversicht dabei eine wichtige Rolle spielt.

Katharina Rogenhofer vom KONTEXT Institut für Klimafragen verwies auf die Folgen der globalen Erderwärmung und die Notwendigkeit raschen Handelns. „Es geht nicht nur um Klimaschutz um des Klimas Willen. Es geht darum zu entscheiden, welche Welt wir für uns, unsere Kinder und Enkel schaffen wollen. Mit ambitionierten Ökologisierungs- und Anpassungsmaßnahmen können wir nicht nur Risiken minimieren, sondern eine lebenswertere, unabhängigere Zukunft mit einem starken Wirtschaftsstandort gewinnen.“

Einen Einblick in die Energiewirtschaft gab Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur. „Jährlich fließen 10 Milliarden Euro für fossile Energie nach Saudi Arabien, Kasachstan oder die USA. Die Folgen sind entgangene Wertschöpfung, weniger Autonomie und Kontrolle, volatile Preise und Abhängigkeit.“ Gleichzeitig bleibe enormes Potenzial an heimischen erneuerbaren Energieressourcen ungenutzt.

Dass die Transformation nicht nur eine technische und wirtschaftliche, sondern auch eine rechtliche Dimension hat, erklärte die Rechtsanwältin Michaela Krömer. Die Gründerin der CLAW Initiative für Klimarecht zeigte anhand von Gerichtsentscheidungen, wie einzelne Klagen weitreichende gesellschaftliche Veränderungen auslösen können. Für Krömer sind Gerichte deshalb „Orte der Zuversicht“, an denen wichtige Impulse für den Wandel entstehen können.

„Erfolgreiche Transformation auch Frage von Geschäftsmodellen“

Auch Vertreter der Wirtschaft diskutierten über die Herausforderungen der kommenden Jahre. Matthias Pastl von der voestalpine, Alina Mirwald von EWS und Jürgen Secklehner von TriPlast sind sich einig: Eine erfolgreiche Transformation sei nicht nur eine Frage der Technologie, sondern auch eine Frage von Geschäftsmodellen, Unternehmenskultur und der Menschen und benötige klare und faire Rahmenbedingungen. Darin würden große Chancen für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum auf allen Ebenen liegen.

Kaineder. „Ich glaube an ein Oberösterreich, das die Chancen der Veränderung nutzt und selbst vorangeht.“ Die Transformation sei eine der größten Zukunftschancen des Landes – wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich.


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