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OÖ. Der Tourismus in Oberösterreich hat im Juli deutlich zugelegt. Rund 467.000 Gästeankünfte und 1,276 Millionen Übernachtungen bedeuten im Vergleich zum Vorjahr ein kräftiges Plus. Besonders stark wächst derzeit das Interesse von Gästen aus Polen und Tschechien. Auch für die kommenden Wochen melden die Tourismusregionen eine gute Buchungslage.

Seen, Berge und Flüsse sind ebenso gefragt wie Angebote zum Wandern, Radfahren, Mountainbiken und für Wassersport. (Foto: Oberösterreich Tourismus/Wolfgangsee/Moritz Ablinger)

Im Juli 2026 verzeichneten die oberösterreichischen Tourismusbetriebe um 13,2 Prozent mehr Ankünfte als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Zahl der Nächtigungen stieg um 9,3 Prozent. Auch die Sommer-Halbzeitbilanz (Mai bis Juli) fällt positiv aus: 1,16 Millionen Ankünfte entsprechen einem Zuwachs von 3,4 Prozent, die 2,98 Millionen Übernachtungen einem Plus von 2,9 Prozent.

„Einmal mehr bestätigt sich, dass Oberösterreichs vielfältige Landschaften mit ihrem abwechslungsreichen Angebot von Sport und Bewegung bis Kultur und Kulinarik in Verbindung mit der hervorragenden Angebots- und Service-Qualität der Tourismusbetriebe neue Gäste für Urlaube in unserem Bundesland begeistern“, freut sich Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP). 

Deutlich mehr Gäste aus Mittel- und Osteuropa

Zum Wachstum tragen vor allem Urlauber aus dem Ausland bei. Von Mai bis Juli wurden bei ausländischen Gästen um 5,8 Prozent mehr Ankünfte und um 7,6 Prozent mehr Nächtigungen registriert.

Deutschland bleibt der wichtigste ausländische Herkunftsmarkt. Die Nächtigungen deutscher Gäste stiegen um 4,6 Prozent. Noch stärkere Zuwächse gab es allerdings aus Mittel- und Osteuropa.

Besonders deutlich war das Plus bei Gästen aus Polen. Ihre Nächtigungszahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 30,3 Prozent. Bei Urlaubern aus Tschechien lag der Zuwachs bei 26,8 Prozent, bei Gästen aus der Slowakei bei 8,2 Prozent.

Auch aus den Niederlanden kamen mehr Übernachtungsgäste. Hier wurde ein Plus von 3,2 Prozent verzeichnet. Beim Vereinigten Königreich waren es 5,3 Prozent mehr.

Österreicher bleiben etwas kürzer

Bei Gästen aus Österreich zeigt sich ein anderes Bild. Die Zahl der Ankünfte stieg zwar um rund 1,1 Prozent, gleichzeitig gingen die Nächtigungen um 1,4 Prozent zurück. Das deutet laut Tourismusstatistik auf eine stärkere Nachfrage nach kürzeren Aufenthalten hin.

Seen, Berge und Flüsse seien ebenso gefragt wie Angebote zum Wandern, Radfahren, Mountainbiken und für Wassersport. Auch Festivals sowie Kulturangebote würden zusätzliche Gäste anziehen.

„Das vermehrte Interesse internationaler Gäste für Urlaubsreisen nach Oberösterreich stärkt die Widerstandsfähigkeit der Branche gegenüber Nachfrageschwankungen aus einzelnen Herkunftsmärkten und eröffnet zusätzliche Wachstumspotenziale“, sagt Achleitner.

Gute Buchungslage für die kommenden Wochen

Auch für das letzte Drittel der Sommerferien zeigen sich die Tourismusverantwortlichen zuversichtlich. In den oberösterreichischen Urlaubsdestinationen zeichnet sich laut Land OÖ eine gute Buchungslage ab. Auch Wochenendaufenthalte nach dem Ende der Ferien seien bereits gut nachgefragt.

Zusätzliche kurzfristige Buchungen könnten noch dazukommen. Viele Gäste entscheiden sich mittlerweile spontan für einen Aufenthalt, wobei vor allem das Wetter eine wichtige Rolle spielt.


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