Fast jede zweite beschäftigte Person in Österreich sorgt sich wegen KI um den eigenen Job
Ö. Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant und stellt viele Beschäftigte vor die Frage, welche Rolle ihre Fähigkeiten künftig noch spielen.

44 Prozent der Befragten in Österreich befürchten laut dem neuen Hiring Trends Update von Stepstone, dass der eigene Job durch KI oder Automatisierung überflüssig werden könnte. Damit ist die Verunsicherung hierzulande deutlich stärker ausgeprägt als in Deutschland, wo 35 Prozent diese Sorge teilen.
Druck steigt
Diese als „Fear of Becoming Obsolete“ (FOBO) bezeichnete Unsicherheit, geht für viele mit dem Druck einher, fachlich am Ball bleiben zu müssen: Drei von vier Beschäftigten (75 Prozent) sehen sich gefordert, kontinuierlich neue Kompetenzen zu erwerben, um beruflich anschlussfähig zu bleiben.
Weiterbildung als Lösung
Viele reagieren bereits aktiv auf diese Entwicklung: 85 Prozent der Beschäftigten haben sich im vergangenen Jahr weitergebildet. Mehr als ein Drittel setze sich dabei konkret mit KI-Anwendungen aus. Weiterbildung wird damit für viele zu einer zentralen Strategie, um die eigene Rolle im Arbeitsmarkt abzusichern.
Unternehmen sind gefordert
„Gerade in Österreich erleben wir, dass die technologische Entwicklung viele Beschäftigte gleichzeitig fasziniert und verunsichert. KI eröffnet enorme Chancen, gleichzeitig sorgt sie aber auch für Unsicherheit. Umso wichtiger ist es, den Wandel als Möglichkeit zu begreifen, neue Kompetenzen aufzubauen. Die hohe Bereitschaft zur Weiterbildung zeigt, dass viele Menschen diesen Weg aktiv mitgehen wollen. Unternehmen sind jetzt gefordert, dafür die passenden Rahmenbedingungen und Lernangebote zu schaffen“, sagt Nikolai Dürhammer, Geschäftsführer von Stepstone Österreich.
Beschäftigte wünschen sich mehr Unterstützung
Damit Beschäftigte diesen Wandel erfolgreich bewältigen können, braucht es allerdings auch passende Angebote in den Unternehmen. Hier zeigt sich noch Luft nach oben: Nur 50 Prozent der Beschäftigten sagen, dass ihr Arbeitgeber echte Möglichkeiten bietet, neue Fähigkeiten zu erlernen. Im Vergleich zu Deutschland (40 Prozent) sind österreichische Unternehmen zwar weiter, dennoch besteht deutlicher Nachholbedarf.
Dies bestätigt auch die Arbeitgeberseite: Immerhin 66 Prozent der Personalverantwortlichen in Österreich geben an, dass die eigene Organisation aktiv in Weiterbildung oder Umschulung investiert, um künftigen Geschäftsanforderungen gerecht zu werden. In Deutschland liegt der Wert nur bei 52 Prozent. Dennoch geben auch in Österreich 69 Prozent der Beschäftigten an, dass sie sich sicherer fühlen würden, wenn ihr Arbeitgeber stärker in Weiterbildung und Umschulung investieren würde.
„Wer heute in Kompetenzen investiert, stärkt seine Mitarbeitenden und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens sowie des Standorts Österreich“, sagt Nikolai Dürhammer.
Über die Studie Hiring Trends Update
Das Stepstone Hiring Trends Update Q2 2026 basiert auf einer Befragung von 483 Beschäftigten sowie 246 Personalverantwortlichen in Österreich (Feldphase: 23. April bis 21. Mai 2026). Die Studie beleuchtet den aktuellen Stand des Arbeitsmarkts aus beiden Perspektiven: von der Jobsuche und Wechselbereitschaft über Bewerbungserfahrungen und Weiterbildung bis hin zu Einstellungsprozessen und Recruiting-Herausforderungen. Die Kandidatenstichprobe ist repräsentativ für die österreichische Erwerbsbevölkerung nach Alter und Geschlecht. Die Datenerhebung wurde vom Stepstone Arbeitsmarktforschungsteam durchgeführt.








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