220 Einsätze wegen Sturmschäden und Überflutungen in Oberösterreich
OÖ. Eine heftige Gewitterfront über Oberösterreich löste am Freitagabend etwa 220 Einsätze aus. Landesweit waren 130 Feuerwehren gefordert.

In Gunskirchen (Bezirk Wels-Land) wurde beispielsweise das Dach des örtlichen Veranstaltungszentrum beschädigt. Das ganze Dach eines größeren Mehrparteienwohnhaus in Wels-Vogelweide hob bei einer Sturmböe ab und wurde umgeklappt. Die Feuerwehr musste zu Sicherungsarbeiten anrücken. Die Sicherungsmaßnahmen mussten dann aufgrund der starken Sturmböen vorerst abgebrochen werden. Die Gefahr für die Einsatzkräfte war zu groß.
Keller und Unterführung überflutet
In Neumarkt im Hausruckkreis und Kallham (Bezirk Grieskirchen) standen die Einsatzkräfte gleich bei mehreren Einsatzstellen aufgrund überfluteter Keller im Einsatz. Eine Unterführung in Neumarkt im Hausruckkreis musste ausgepumpt werden, nachdem Wasser und Schlamm die Pumpenanlage offenbar außer Gefecht setzten.
Einige gemeldete Sturmschäden entpuppten sich dann glücklicherweise nicht so schlimm wie gemeldet. Ein Brand einer elektrischen Anlage im Freien in Krenglbach (Bezirk Wels-Land) konnte offenbar rasch gelöscht werden, der Einsatz war jedenfalls nach wenigen Minuten wieder beendet.
Stromausfälle
Der Sturm sorgte auch für einige Stromausfälle, die meisten Kundenanlagen waren am späten Abend jedoch wieder versorgt.
107 km/h in Wolfsegg
In Wolfsegg am Hausruck (Bezirk Vöcklabruck) verzeichnete die ORF-Wetterstation eine Windspitze mit 107 km/h, gefolgt von Enns (Bezirk Linz-Land) mit 94 km/h und Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf) mit 90 km/h.
50 Liter in 30 Minuten
In Neumarkt im Hausruckkreis wurden innerhalb von 30 Minuten 50 Liter pro Quadratmeter Niederschlag registriert. Der Pegel der Dürren Aschach stieg innerhalb einer Stunde von 69 Zentimeter auf 175 Zentimeter an.
Personenrettung noch knapp vor dem Unwetter
Bei einem Unfall bei Bachmanning konnten die EInsatzkräfte eine Personen aus einem Auto gerade noch rechtzeitig vor der Gewitterfront retten: Schwerer Unfall bei Bachmanning
Baum auf Zaun
Die Freiwillige Feuerwehr Bruck-Hausleiten rückte in St. Florian zu einem Sturmschaden aus, nachdem ein umgestürzter Baum unter anderem einen Zaun beschädigt hatte. Die Feuerwehr zerkleinerte den Baum mit Motorsägen und beseitigte die Gefahrenstelle.
Menschenrettung am Wolfgangsee
Eine besonders herausfordernde Situation stellte eine Menschenrettung am Wolfgangsee dar. Aufgrund des Sturms war die Rettung zunächst nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die betroffene Person konnte schließlich von Einsatzkräften aus Salzburg gerettet werden.
Schäden in Mattighofen
In Mattighofen mussten unter anderem Baustellengitter gesichert, mehrere umgestürzte Bäume von Verkehrswegen entfernt und beschädigte Rollläden abgenommen werden. Gemeldete Überflutungen wurden kontrolliert. Bei einer drohenden abstürzenden Dachrinne war kein Eingreifen notwendig, da diese noch ausreichend befestigt war.
Dach in Schalchen abgedeckt
Anschließend unterstützte die Feuerwehr Mattighofen die Feuerwehr Schalchen mit dem Hubsteiger. Dort hatte der Sturm nahezu das gesamte Dach eines Gebäudes abgedeckt. Gemeinsam wurden die offene Dachfläche und das beschädigte Welleneternitdach mit Planen gesichert. Nach rund fünf Stunden konnten alle Geräte wieder versorgt und die Einsatzbereitschaft hergestellt werden.








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