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OÖ. Eine Unwetterfront mit Sturmböen um die 100 km/h zog Freitagabend von Bayern über das Innviertel bis in den Zentralraum. Für die Feuerwehren bedeutete das rund 150 Einsätze.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Schwertberg im Bezirk Perg war von den Unwettereinsätzen betroffen. Die Feuerwehr wurde alarmiert, um einen umgestürzten Baum zu entfernen, der eine Straße blockierte. Nach der Beseitigung konnte die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben werden. (Foto: FOTOKERSCHI / SIMON BRANDSTÄTTER)

Der Freitag hatte es in sich: Noch am Nachmittag wurden in Oberösterreich extrem hohe Temperaturen gemessen. In Weyer wurde mit 39,6 Grad sogar ein 13 Jahre alter Temperaturrekord eingestellt. Ab etwa 20 Uhr folgte jedoch die drastische Abkühlung durch eine von Bayern heranziehende Gewitterfront.

Sturmböen mit über 100 km/h

Besonders das Inn- und das Hausruckviertel wurden von den heftigen Sturmböen getroffen. Laut wetter.orf.at wurden Spitzenwerte gemessen in:

  • Wolfsegg am Hausruck: 102 km/h
  • Enns: 94 km/h
  • Kremsmünster: 92 km/h

Mit Ausnahme der Bezirke Freistadt, Kirchdorf an der Krems, Rohrbach und der Stadt Steyr hielt die Unwetterfront die Einsatzkräfte nahezu im gesamten Bundesland bis in die Nacht hinein auf Trab.

Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer und Stromausfälle

Die Hauptaufgabe der Feuerwehren bestand darin, umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste von den Straßen zu beseitigen sowie teils abgedeckte Dächer zu sichern. In Wels-Oberthan etwa stürzte ein großer Baum mitten auf die Straße und musste von der Feuerwehr aufgearbeitet werden. Auch im Bezirk Perg mussten blockierte Fahrbahnen schnellstmöglich wieder freigemacht werden. Neben den Straßensperren führten die Unwetter zu Ausfällen in der Infrastruktur: Rund 4.000 Kundenanlagen waren zeitweise ohne Strom.

Einsätze auch auf den Badeseen

Nicht nur an Land, auch auf den oberösterreichischen Badeseen schlug das Wetter um. Die automatischen Sturmwarnungen wurden aktiviert. Die Wasserrettung musste dreimal ausrücken, um abgetriebene oder gefährdete Boote zu sichern.

Dank des raschen Eingreifens der zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzkräfte konnten die Gefahrenstellen und Verkehrswege größtenteils noch in der Nacht wieder freigegeben werden.

Korrektur, 1.8., 10.50 Uhr

Die Zahl der Einsätze wurde auf Basis von Informationen des Landesfeuerwehrkommandos von 100 auf 150 geändert. 


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