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EU-weit erstes Exzellenzzentrum für physische und industrielle Künstliche Intelligenz an Linzer Universität  

Tips LogoBrandstetter Olivia, 10.09.2026 13:31

LINZ. Am Campus der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) kommt das erste Exzellenzzentrum innerhalb der EU für physische und industrielle Künstliche Intelligenz (KI). Das Land Oberösterreich und fünf international tätige oberösterreichische Firmen beteiligen sich an der Initiative. 

Die Kooperation wurde vorgestellt (vorne v. l.): Gerald Mayer (voestalpine), Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), Seena Amidi (Managing Partner EMEA, Plug and Play Tech Center); (hinten v. l.): Harald Gindl (Swietelsky), Michael Kienberger (Primetals Technologies Austria), Christoph Knogler (KEBA Group), Christoph Wolkerstorfer (TGW Logistics Group) (Foto: Max Mayrhofer/Land OÖ)

Im Steinernen Saal stellt Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) mit fünf Vertretern der beteiligten Unternehmen sowie einem Vertreter von „Plug and Play“ die Kooperation am Donnerstag, 10. September, vor. Er beschreibt ihn als einen „Saal für die großen Momente für Oberösterreich“. Stelzer betont: „Heute geht es wieder um einen sehr bedeutenden Schritt.“

Laut ihm warte Oberösterreich nicht darauf, was die Zukunft bringt, sondern man gestalte sie: „Mit Plug and Play holen wir eines der weltweit führenden Innovationsnetzwerke nach Linz und machen Oberösterreich zum europäischen Pionier bei ,Physical and Industrial AI‘. Wir bringen unsere starke Industrie und Spitzenforschung mit internationalen Start-ups zusammen. Denn neue Technologien sollen nicht irgendwo Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen, sondern bei uns in Oberösterreich.“

Kooperation für drei Jahre

Der Hauptzweck des neuen Exzellenzzentrums sei der direkte Austausch von internationalen Technologie-Firmen und der oberösterreichischen Industrie. Laut Nik Munaretto, Managing Director bei Plug and Play Austria, vereine Oberösterreich das, wonach sie unter anderem als globales Innovationsnetzwerk suchen: „Eine unglaublich starke industrielle Basis, exzellente Forschung, ambitionierte Start-up-Gründer und Unternehmen, die neue Technologien in die Anwendung bringen wollen.“

Zusammen mit den fünf Partner-Unternehmen – KEBA, Primetals Technologies, Swietelsky, TGW Logistics und voestalpine – geht das Land Oberösterreich mit „Plug and Play“ eine dreijährige Partnerschaft ein, die im Oktober startet.

Das Land Oberösterreich zahlt für drei Jahre insgesamt 2,65 Millionen Euro, die fünf Partner-Unternehmen zahlen jeweils 250.000 Euro jährlich.

Partner-Unternehmen sehen Chancen

Michael Kienberger von Primetals Technologies Austria erklärt: „Die Kooperation im neuen Exzellenzzentrum direkt am JKU-Campus erlaubt es uns, modernste KI-Ansätze noch schneller in unsere Systeme zu integrieren. Das bringt handfeste Innovationsvorteile für unsere Kunden und festigt Linz als weltweites High-Tech-Zentrum für grüne und intelligente Stahlproduktion der Zukunft.“

Gerald Mayer von der voestalpine betont: „Die voestalpine setzt Künstliche Intelligenz in zahlreichen Bereichen erfolgreich ein – von der Analyse komplexer Produktionsdaten über die Qualitätssicherung bis hin zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Als Konzern mit Fokus auf Technologie- und Innovationsführerschaft ist KI für uns ein wesentlicher Hebel, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“

Positive Reaktion von Industriellenvereinigung OÖ 

Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer von der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ), betont: „Mit Plug and Play holen wir internationale Innovations- und Start-up-Kompetenz nach Oberösterreich und verbinden sie mit unserer größten Stärke, einer hochentwickelten, exportorientierten Industrie. Genau an dieser Schnittstelle können neue Technologien, Geschäftsmodelle und zusätzliche Wertschöpfung entstehen.“

Mit diesem Projekt werde eine wichtige Maßnahme der Exzellenzstrategie KI für den Industriestandort OÖ umgesetzt. Der Plan dieser Strategie sei es nämlich, das Start-Up-Ökosystem auszubauen und diese stärker international zu vernetzen. „Oberösterreich hat hervorragende Voraussetzungen, um zu den Gewinnern der KI-Transformation zu gehören. Die Zusammenarbeit von Plug and Play mit fünf industriellen Leitbetrieben ist dafür ein ganz wesentlicher Schritt“, betont der Geschäftsführer.

Wirtschaftskammer Oberösterreich gratuliert

Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ), betont: „Für einen Industriestandort wie Oberösterreich ist Künstliche Intelligenz eine enorme Chance. Sie kann zum entscheidenden Hebel werden, um Produktivität zu steigern, Innovationen zu beschleunigen und damit unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“

Sie gratuliert der JKU und dem Rektor Stefan Koch dazu, die Partnerschaft an die Linzer Universität geholt zu haben. „Damit wird die Universität als Drehscheibe zwischen Forschung, Technologieentwicklung und industrieller Anwendung weiter gestärkt“, erklärt Hummer. 


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