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LINZ. Die FPÖ Oberösterreich hat einen Drei-Punkte-Plan für das Gesundheitssystem vorgestellt. Spitalsambulanzen sollen künftig teilweise als Ordinationen genutzt werden. Auch der hausärztliche Notdienst und die Pflege nach einem Spitalsaufenthalt stehen im Fokus.

Landeshauptmann-Stellvertreter und FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner präsentierte am Donnerstag in Linz die Positionen und Vorschläge seiner Partei zur Gesundheitsversorgung in Oberösterreich. (Foto: FOTOKERSCHI/WERNER KERSCHBAUMMAYR)

Die FPÖ Oberösterreich schlägt eine Neuordnung der Gesundheitsversorgung im Land vor. Landeshauptmann-Stellvertreter und FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner präsentierte dazu einen Drei-Punkte-Plan. Dieser soll Patienten rascher an die passende Stelle leiten und Akutspitäler entlasten.

Steigende Ausgaben

Auslöser sind unter anderem steigende Kosten. Das oberösterreichische Gesundheitsbudget liegt laut FPÖ derzeit bei 1,79 Milliarden Euro. Bei einer jährlichen Steigerung von rund acht Prozent könnte es bis 2033 auf 3,06 Milliarden Euro anwachsen. Haimbuchner fordert deshalb strukturelle Änderungen: „Zusätzliches Geld ist nicht die alleinige Lösung, denn wenn wir es in die bestehende Struktur kippen, beschleunigen wir damit nur das Verschwinden eben jenes Geldes.“

Ambulanzen als Ordinationen

Ein zentraler Punkt betrifft die Spitalsambulanzen. Die Oberösterreichische Gesundheitsholding verzeichne jährlich rund 1,9 Millionen ambulante Besuche. Laut den von der FPÖ präsentierten Zahlen könnten rund 40 Prozent der Patienten in Notaufnahmen auch außerhalb des Spitals behandelt werden.

Die bestehenden Ambulanzen sollen daher schrittweise zu vorgelagerten Wahlarztordinationen weiterentwickelt werden. Räume, Geräte und Wartebereiche seien bereits vorhanden. Erst wenn eine weiterführende Behandlung nötig ist, sollen Patienten in den stationären Bereich überwiesen werden. „Das Krankenhaus muss wieder Krankenhaus werden: Unser Vorschlag lautet, die Spitalsambulanzen schrittweise zu Ordinationen weiterzuentwickeln“, sagt Haimbuchner.

Vorgesehen ist, dass die Sozialversicherung 80 Prozent der Wahlarztkosten übernimmt. Die restlichen 20 Prozent soll das Land zahlen. Für Patienten wäre damit laut Konzept kein Selbstbehalt fällig.

Notdienst und Pflegeplätze

Auch der hausärztliche Notdienst soll laut Haimbuchner stärker in Krankenhäuser verlagert werden. In der Nacht könnten Patienten dort zunächst allgemeinmedizinisch versorgt und bei Bedarf weitergeleitet werden. „Diese Ressourcen gehören dem hausärztlichen Notdienst zur Verfügung gestellt“, so Haimbuchner.

Als dritten Punkt schlägt die FPÖ sogenannte „Nursing-Only-Stationen“ vor. Dort sollen Menschen betreut werden, die keine akute Spitalsbehandlung mehr brauchen, aber noch keinen Reha- oder Pflegeplatz haben. Ein verbindliches Entlassungsmanagement soll zudem verhindern, dass Patienten wegen fehlender Nachbetreuung rasch wieder ins Krankenhaus kommen.

Erster Teil der Herbstkampagne

Der Gesundheitsplan ist der erste von insgesamt drei Teilen der diesjährigen FPÖ-Herbstkampagne „Heimat braucht Haltung“. Weitere Inhalte will die Partei in den kommenden Wochen und Monaten präsentieren.


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