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OÖ/LINZ. Die Sparkasse OÖ hat im die gute Performance aus dem Jahr 2025 auch in der ersten Jahreshälfte 2026 fortgesetzt. Kundenkredite stiegen an, ein kräftiges Plus beim Betriebsergebnis wurde verzeichnet und das Ergebnis vor Steuern hat sich verdoppelt, teilt die Bank am Donnerstag mit.

Sparkasse OÖ-Vorstandsdirektor Manuel Molnar, Generaldirektorin Stefanie Christina Huber und Vorstandsdirektor Martin Punzenberger (v. l.) (Foto: R.Maybach/Sparkasse OÖ)

Das Betriebsergebnis stieg um 20,8 Prozent auf 105,7 Millionen Euro. Dazu trugen insbesondere das um 19,2 Prozent höhere Nettozinsergebnis von 139,4 Millionen Euro (Juni 2025: 116,9 Millionen Euro) sowie ein stabiles Provisionsergebnis von 78,8 Millionen Euro (Juni 2025: 78,3 Millionen Euro) bei.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 50 auf 100,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Die Kundenkredite erhöhten sich seit Jahresbeginn um 1,4 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Besonders deutlich war die Entwicklung bei Investitionskrediten für Unternehmen. Sie stiegen um 2,2 Prozent auf 4,35 Milliarden Euro. Das Wohnbaukreditvolumen legte um 0,8 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro zu.

Die Bilanzsumme lag mit 15,8 Milliarden Euro unverändert auf dem Niveau zum Jahresende 2025.

„Gutes Ergebnis kein Selbstzweck“

„Gerade in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld zeigt sich die Relevanz individueller Beratung. Ob bei Finanzierungen, Vermögensaufbau, Unternehmensinvestitionen oder in der Begleitung landwirtschaftlicher Betriebe: Persönliche Betreuung und maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kund bilden einen wesentlichen Schwerpunkt“, so Sparkasse OÖ-Generaldirektorin Stefanie Christina Huber. „Ein gutes Halbjahresergebnis ist für uns kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass unsere Kund davon profitieren“, betont Huber. Ziel sei es, bei Eigenheim, Unternehmensinvestitionen, Landwirtschaft und Vermögensaufbau finanziellen Spielraum zu schaffen.

Weniger klassische Spareinlagen

Die klassischen Spareinlagen gingen seit Ende 2025 um 9,8 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zurück. Gleichzeitig stiegen die insgesamt betreuten Kundengelder um 1,5 Prozent auf 20,35 Milliarden Euro. Laut Sparkasse schichteten viele Kunden Geld in Wertpapiere und andere Anlageformen um.

Neben persönlicher Beratung gewinnt bei der Sparkasse OÖ digitales Banking weiter an Bedeutung. Rund 244.000 Kunden nutzen George monatlich aktiv, um 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig betreibt die Sparkasse OÖ 110 Standorte inklusive 20 Selbstbedienungsfilialen.

Investition in Filialen

Im ersten Halbjahr wurden die Standorte Andorf, Grein, Quadrill Linz, Münzkirchen, Grieskirchen, St. Peter-Seitenstetten und das Stammhaus an der Linzer Promenade neu bzw. wieder eröffnet. In Asten, Perg, Freistadt, Mauthausen und Gmunden starteten Um- oder Neubauarbeiten. Mit der Eröffnung des FLiP (Financial Life Park) im Mai 2026 in der Linzerie wurde zudem ein innovativer Lernort geschaffen, der Finanzwissen vermittelt.

Dürre-Unterstützung für Landwirtschaft

Für von der Dürre betroffene landwirtschaftliche Betriebe bietet die Bank Unterstützung an: Für nachweisbare Mehraufwendungen, die durch Dürreschäden entstanden sind oder noch entstehen, ist für Landwirte eine Sollzinsrückvergütung für einen Mehraufwand von bis zu 20.000 Euro möglich.

Vorsichtiger Optimismus

Für die kommenden Monate bleibt die Sparkasse vorsichtig optimistisch. Geopolitische Spannungen, Energiepreise und schwache Investitionsdynamik bleiben wesentliche Unsicherheitsfaktoren.  „Wir rechnen nicht mit einem Umfeld, das plötzlich einfach wird. Aber wir sehen in den vielen Gesprächen mit Kunden wieder mehr Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen“, so Huber.


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