Land OÖ stellt die Zukunft des Flughafens Linz neu auf
LINZ/HÖRSCHING. Das Land Oberösterreich will den bisher von der Stadt Linz gehaltenen 50-Prozent-Anteil am Flughafen Linz übernehmen. Die Landesregierung soll dafür am Montag die Finanzierung des Kaufs beschließen. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 1,325 Millionen Euro. Danach sollen private strategische Partner mit bis zu 49 Prozent beteiligt werden.

Der Kaufpreis basiert auf einem Gutachten von KPMG und enthält Anpassungsmechanismen. Sollten die Kosten für die PFAS-Sanierung abzüglich möglicher Förderungen die vorhandenen Rückstellungen übersteigen, kann sich der Kaufpreis bis auf einen Euro reduzieren. Der endgültige Kaufpreis wird erst fällig, wenn die tatsächlichen Sanierungskosten feststehen.
„Wir schaffen damit eine klare Grundlage für die Weiterentwicklung des Flughafens und gehen zugleich verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln um“, sagt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. Private Partner sollen neben Kapital auch Know-how, internationale Netzwerke und Marktzugang einbringen.
Bis zu fünf Millionen Euro für Investitionen
Mit dem Beschluss soll außerdem die Grundlage geschaffen werden, dem Flughafen im Finanzjahr 2027 bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung ist die Genehmigung durch den Oberösterreichischen Landtag. Das Geld könnte als Gesellschafterzuschuss, Gesellschafterdarlehen, Kapitalerhöhung oder Kombination dieser Möglichkeiten bereitgestellt werden.
Eine aktuelle Studie der Johannes Kepler Universität Linz beziffert die jährliche regionale Bruttowertschöpfung der flugnahen Betriebe am Flughafen mit rund 129 Millionen Euro. Rund 2.234 Arbeitsplätze in Oberösterreich werden demnach dadurch gesichert. Eine wichtige Rolle für die internationale Erreichbarkeit spielt laut Land auch die Wiederanbindung an den internationalen Hub Frankfurt.
Landeshauptmann Thomas Stelzer betont zudem die Bedeutung wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen. „Daher bleibt unsere Forderung nach Abschaffung der Luftverkehrsabgabe aufrecht“, sagt Stelzer.








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