Lebenshilfe kritisiert Österreichs Defizite bei inklusiver Schule
Ö. Österreich hat sich verpflichtet, ein inklusives Schulsystem zu schaffen, doch die Lebenshilfe kritisiert, dass dieses Versprechen nicht eingehalten wird.

Österreich hat sich 2008 mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, ein inklusives Schulsystem zu schaffen, in dem Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen. Die Lebenshilfe sieht dieses Versprechen nicht eingelöst und legt folgende Zahlen vor: Im Schuljahr 2024/25 hatten 31.411 Kinder und Jugendliche einen sonderpädagogischen Förderbedarf (SPF). Mehr als ein Drittel von ihnen, 36,6 Prozent, besuchte eine Sonderschule.
Daten sprechen deutliche Sprache
In Österreich ist laut einer Lebenshilfe-Analyse zwei Jahre nach dem Verlassen der Sonderschule mehr als die Hälfte der Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf ohne Anschluss an Bildung, Arbeit oder Unterstützungsangebote. Unter Jugendlichen mit demselben Förderstatus aus Regelschulen betrifft das nur etwas mehr als ein Viertel. Auch deutsche Daten zeigen eine deutliche Kluft: Zwei Jahre nach Ende der 9. Klasse sind nur gut ein Viertel der ehemaligen Förderschüler in regulärer Berufsausbildung – gegenüber knapp der Hälfte der Jugendlichen aus Regelschulen.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden