Gemeinde hilft bedrohten Bienen
Ottensheim. Auf Grund der großen Bedeutung der Bienen für unsere Ökosysteme und auch für die Wirtschaft hat die Gemeinde Ottensheim beschlossen, an einer Initiative vom Land OÖ – Büro Anschober (in Zusammenarbeit mit GLOBAL 2000) – teilzunehmen und „Pestizidfreie und bienenfreundliche Gemeinde“ zu werden.

Pestizide werden dazu eingesetzt, verschiedene Organismen, welche als Schädlinge angesehen werden, zu bekämpfen. Je nach Anwendungsgebiet unterscheidet man etwa Herbizide (gegen Unkräuter), Fungizide (gegen Pilze), oder Insektizide. Besonders Breitbandherbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat erfreuen sich großer Beliebtheit. Diese Mittel töten aufgrund ihrer unspezifischen Wirkung generell alle Arten von Pflanzen ab. Dadurch wird die pflanzliche Vielfalt erheblich eingeschränkt. Ein Beispiel für Insektizide mit verheerenden Auswirkungen sind die Neonikotinoide. Sie stehen in direktem Zusammenhang mit dem Bienensterben der letzten Jahre. Studien zeigen, dass selbst kleinste Mengen von Neonikotinoiden die Honigbiene – einen der wichtigsten Nützlinge – nachhaltig schädigen können. Die kontinuierliche Anwendung von Pflanzenschutzmitteln führt außerdem zu einer Anreicherung der Wirkstoffe und deren Abbauprodukten in Boden und Gewässern.
Grundstück wird zum Erhalt der Kulturlandschaft gekauft
Ein Teil des Projektes werden daher Initiativen für die weitere Reduktion des Pestizideinsatzes im Gemeindegebiet, das Anlegen von sogenannten Blühstreifen an Wegrändern oder Verkehrsinseln sein, um gezielt Nistplätze und Nahrungsangebote für Bienen zu schaffen und die Aufklärung der Bevölkerung sein. Der Gemeinderat von Ottensheim hat zudem in seiner letzten Sitzung beschlossen, ein weiteres Grundstück bei den bestehenden Streuobstwiesen anzukaufen. Das soll den Erhalt dieser Kulturlandschaft gewährleisten und dem Ausbau der Obstbaumbestände in diesem Bereich dienen. Sämtliche zukünftige Maßnahmen werden in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den „Betroffenen“, wie der Ortsbauernschaft, den Jägern, der Wirtschaft, den Kleingärtnern und Imkern gesetzt.


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