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PASCHING/LEONDING. Große Erleichterung herrscht in Pasching nach dem jüngsten Urteil des Verwaltungsgergerichtshofes. Denn das oberste Gericht gibt den Gegnern Recht - das ursprünglich von Banner geplante Produktionswerk hätte einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden müssen.

Banner Batterien verlagert nun die Hälfte der geplanten Pasching-Investition in das Stammwerk in Leonding. Foto: Banner

Zwar hat Banner das eingereichte Projekt im letzten Moment noch „geschmälert“, um eine UVP zu verhindern, aber auch diese Pläne sind inzwischen vom Tisch. Denn das reduzierte Projekt hat der Gerichtshof an Bürgermeister Peter Mair, als Baubehörde erster Instanz, zurückverwiesen. Und so lange kann und will Banner nicht warten.

Stammwerk in Leonding wird ausgebaut

Das Werk hat sich daher auf den Ausbau des Stammwerkes in Leonding konzentriert. „Das ermöglicht es, dass in Pasching nicht produziert werden muss, sondern dort Batterien lediglich endgefertigt, gelagert und ausgeliefert werden. Aufgrund des Widerstandes der Bürgerinitiative von Pasching wurde das Projekt nun entsprechend geändert, was zu einer Reduktion von 100 Arbeitsplätzen und rund 18 Millionen Euro Investition führt“, sagt der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Bawart. Bei dem neuen Projekt dürfte es keine Widmungskonflikte mehr geben, weshalb mit einer zeitnahen Bewilligung der Gemeinde gerechnet wird.

Ende 2013 hat sich Banner entschlossen, in Pasching ein modernes Batteriewerk zu errichten. Dafür wurden ursprünglich 35 Millionen Euro budgetiert, und 200 Mitarbeiter sollten einen neuen Arbeitsplatz finden. Im neuen Plan soll nun etwa die Hälfte der Investition in den Standort Leonding gehen, wo die Produktion erweitert wird. „Wir sind ein innovatives Familienunternehmen, das seit 80 Jahren hochwertige Starterbatterien, unter Einhaltung aller gesetzlichen Richtlinien und ohne jegliche Zwischenfälle, in Leonding produziert“, sagt GF Andreas Bawart.

Erleichterung und Skepsis bei Bürgerinitiative

Margit Mittermaier, Sprecherin der Bürgerinitiative „Bürgerforum Pasching“ spricht zwar von „Großer Erleichterung im ersten Moment“, man sei aber vorsichtig optimistisch. „Vielleicht will Banner ja durch den neuen Plan nur einen ersten Fuß nach Pasching kriegen, um später dann doch noch Produktionspläne zu verfolgen“, ist Mittermaier skeptisch. Auch dass eine Ausweitung der Produktion am Stammwerk Leonding, wo ja ein Wasserschongebiet vorliegt, möglich sein wird, bezweifelt sie. „Besonders verärgert sind wir darüber, dass sich Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl in den Oberösterreichischen Nachrichten so sehr auf die Seite der Industriellen schlägt und eine vom Landesverwaltungsgerichthof getroffenen Entscheidung dermaßen ins Lächerliche zieht“, so Mittermaier.

 


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