RegioMobil im Tips-Test: Mieten könnte in Zukunft für viele günstige Alternative sein
PERG. Die Menschen im ländlichen Raum sind es gewohnt, dass sie auf das Auto angewiesen sind. Deshalb verfügt fast jeder Haushalt bei uns über mehrere Fahrzeuge. Das neue E-Carsharing-Projekt RegioMobil könnte ab Herbst für viele eine Alternative darstellen.

Car-Sharingprojekte sind in aller Munde. Abseits von Wien werden sie in Österreich aber nur sehr zögerlich umgesetzt. In der Bezirkshauptstadt startet die Firma Creonia ab September mit dem RegioMobil: Zwei E-Autos werden zum Mieten bereitstehen − Tips berichtete bereits exklusiv.
Einen Nachmittag mit dem „Reggy“ unterwegs
Wir haben diese neue Form der Mobilität schon vorab auf Herz und Nieren getestet: An einem Wochentag brauchen wir dringend ein Auto. Wichtige Besorgungen sind zu erledigen. Und: Unsere Großmutter braucht heute unsere Hilfe. Leider steht uns zuhause kein Auto zur Verfügung. Das neue RegioMobil könnte die Lösung sein. Wir begeben uns einige Tage zuvor auf die Website www.regiomobil.at und wollen uns anmelden. Der Vorgang ist ganz leicht. Wir müssen die wichtigsten Daten angeben und erhalten dann eine Verständigung, dass wir im Büro im Technologiezentrum die Registrierung abschließen können.
Einfach registrieren, im Büro anmelden, online buchen und losfahren
Nachdem wir dort unseren Führerschein und unsere Bankdaten hinterlassen haben, erhalten wir eine Benutzer-Karte und los geht“s. Wir können auf der Website zu einer verfügbaren Zeit einen der beiden Flitzer buchen. Es gibt verschiedene Tarife, die sehr gut erklärt sind. Schnell erkennen wir, dass der „Single-Tarif“ für uns der richtige ist. Wenn man das Fahrzeug öfter nutzen möchte, zahlt sich das gleich aus. Wir buchen den „Reggy“ für fünf Stunden und werden 45 Kilometer zurücklegen. Gleich werden auch die voraussichtlichen Kosten errechnet. Bei der Anmeldung wurde uns das Fahrzeug gut erklärt. Wir können starten. Das Auto ist ein wendiger Flitzer, wunderbar leise .... schnell erkennt man: E-Mobilität ist nicht nur eine sehr umweltschonende, sondern auch eine angenehme Möglichkeit, sich fortzubewegen.
Tolle Alternative: Testen lohnt sich
Unsere Wege führen uns von Perg nach Mauthausen zum Einkaufen und wieder zurück und später nach Münzbach zur Großmutter. Mit den kurzen Innenstadtfahrten fahren wir genau 45 Kilometer. Die Kosten dafür belaufen sich auf 23,50 Euro. Hinzu kommen 9,90 Euro Grundgebühr. Diese fällt beim Single-Tarif aber nur einmal im Monat an. Würden wir also zweimal pro Woche das Fahrzeug für etwa diese Distanz mieten, kommen wir im Monat auf rund 200 Euro. Ein Kleinwagen in ähnlicher Größe kommt mit Anschaffungs-, Service, Reifen-, Versicherungs- und Tankkosten aber auf mindestens 400 Euro monatlich. Für alle, die also wenig fahren, lohnt sich dieses System auf jeden Fall. Aber auch Vielfahrer sollten einmal drüberrechnen.
Fazit: Einmal anschauen und testen lohnt sich für jeden! Weitere Infos gibt es auf der Website oder beim Infotag am 16. September am Hauptplatz.


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