Integrationsprojekt in Perg: "Bei der Kunst gibt es keine Grenzen"
PERG. Kreativ sein, sich entfalten, Talente entdecken und fördern – unabhängig von Herkunft oder Sprache. Das ermöglicht Markus Waltenberger sechs Nachwuchskünstlerinnen aus der Asylunterkunft Münzbach bei einem Mal-Workshop in seinem Atelier in Perg.

„Bei der Kunst tritt die Hautfarbe oder die Herkunft in den Hintergrund. Denn Kunst kennt keine Grenzen“, weiß der Künstler Markus Waltenberger. Aus diesem Grund organisierte er mit Sandra Hinterdorfer, Flüchtlingsbetreuerin in Münzbach, ein Malseminar zum Thema „Schriftbilder“. Die sechs Teilnehmerinnen wurden aufgefordert, Worte, denen sie eine große Bedeutung zuschreiben, in ihrer Muttersprache auf einer Leinwand festzuhalten. Dabei sollen Sprache und Kunst miteinander verschmelzen. Anschließend sollen die restlichen freien Flächen bemalt oder beklebt werden – dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, alles ist erlaubt. Für Dezember ist im Atelier in der Herrenstraße in Perg – laut Waltenberger „ein Ort der Begegnung“ – eine Ausstellung geplant. Dann sollen die fertigen Kunstwerke mit musikalischer Umrahmung der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Ein Leben voller Kunst
Markus Waltenberger ist bereits seit über 20 Jahren freischaffender Künstler und gibt seit 18 Jahren Kurse. Die Kunst war für den gebürtigen Salzburger schon im Kindesalter seine große Leidenschaft.
In Graz besuchte Waltenberger die Fachschule für angewandte Kunst sowie die zweijährige Meisterklasse für Malerei. Mittlerweile kann der Künstler auf über 45 Ausstellungen, unter anderem in Berlin, Hongkong, Brüssel und Wien, zurückblicken. Seit rund eineinhalb Jahren lebt Waltenberger nun in Perg und bietet regelmäßig Kurse für Erwachsene und auch Kinder an.


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