Regionale Christbäume vom Feld direkt ins Wohnzimmer
AU. Seit 1983 gibt es im Ortsteil Sebern in Au die Christbaumkultur der Familie Lanschützer. Ein regionaler Betrieb, wo die ganze Familie von Jung bis Alt am Feld zusammenhilft.

Leopold Gstöttenmeier übernahm damals einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb und schon bald war ihm klar, dass er mit den ihm zur Verfügung stehenden Flächen neue Ideen, abseits vom üblichen Getreideanbau, probieren möchte. Wichtig war es ihm, dass er die Flächen weiterhin selbst bewirtschaftet und nicht verpachtet. So pflanzte er 1983 die ersten kleinen Bäume aus. Danach kam eine lange Zeit des Wartens. Zehn Jahre lang müssen die kleinen Bäume gehegt und gepflegt werden, bevor sie geerntet werden können. Die drei- bis vierjährigen Bäumchen werden mit der Hand in die feuchte Frühjahrserde gesetzt. Dann folgen lange Jahre der Pflege, in denen das Unkraut einige Male im Jahr mit Sense und Mäher entfernt wird.
Den Weihnachtsbaum selbst am Feld aussuchen
Unvorstellbar für heutige Zeiten ist es, dass damals eine normale Weißtanne der Christbaum der Österreicher war. Aber der Wunsch der Menschen nach regionalen Bäumen aus der Umgebung war vorhanden und so entwickelte sich die Kultur immer weiter. Heute werden von dem Familienbetrieb hauptsächlich Nordmanns- und Coloradotannen gepflanzt und gepflegt und verschönern so die Weihnachtsfeiertage der Familien. Für viele Familien oder Paare ist es zum Ritual geworden, von den tausenden Bäumen am Feld einen gemeinsam auszusuchen und ihm ein liebevoll gestaltetes Namensschild anzuhängen. Kurz vor Weihnachten wird der frische Christbaum dann abgeholt.
In den letzten Jahren, aber besonders durch die Corona-Situation, ist das Bewusstsein für regionale Produkte gestiegen. Leopold Gstöttenmeier hat über 30 Jahre lang seine Idee innovativ verfolgt und voriges Jahr seine Kulturen der nächsten Generation übergeben. Mit viel Fleiß helfen alle Familienmitglieder bei den Arbeiten am Feld zusammen und freuen sich, wenn im Dezember viele Kunden kommen, um einen frischen Baum direkt aus der Kultur auszusuchen. Selbst die jüngsten Enkel helfen beim Verpacken der frisch geschnittenen Bäume, damit die Kunden diese sicher nach Hause transportieren können.
Seit heuer ist es auch möglich, Fotoshootings für Weihnachtsfotos am Feld zu machen. Die jüngsten Enkel Luisa und Maxi haben diese Chance bereits genutzt und waren begeistert vom Fototag am Christbaumfeld in Sebern.


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