„Wollen die Begeisterung für das Musizieren bei der Jugend wieder neu entfachen“
BEZIRK PERG. Kindern und Jugendlichen ihr liebstes Hobby bald wieder im gemeinsamen Rahmen ermöglichen – das wünscht sich das neu formierte Bezirks-Jugendreferententeam des OÖ. Blasmusikverbandes Perg um Leiterin Laura Froschauer. Tips hat sich mit der Naarnerin über Ziele und Perspektiven für die Musikerjugend im Bezirk unterhalten.

Tips: Laura, du warst vor deiner diesjährigen Wahl zur Leiterin des Jugendreferates bereits vor Corona als Stellvertreterin im Vorstand dabei. Was war die letzte reguläre Aktivität, die ihr wie geplant durchführen konntet?
Laura Froschauer: Das war im Februar 2020 die Bezirksveranstaltung „Musik in kleinen Gruppen“, welche alle zwei Jahre im Bezirk Perg stattfindet. In der LMS Grein stellten sich dabei insgesamt 15 Ensembles in verschiedensten Formaten einer Fachjury, wobei sich am Ende der Veranstaltung fünf der Ensembles über die Entsendung zum Landesbewerb freuen konnten. Der Landesbewerb hat leider noch nicht stattfinden können, jedoch ist die Freude darauf bei allen Beteiligten schon sehr groß.
Tips: Was hat sich seit der Krise im Jugendbereich alles getan ?
Laura Froschauer: Die Jugend steht ja bekanntlich nie still – und so war es auch im Laufe des Jahres in den 27 Mitgliedskapellen des Bezirkes. Mit verschiedensten Online-Challenges wurde und wird auch aktuell noch die Jugend der Vereine gefordert. Man merkt die Motivation bei den Jugendlichen und wir hoffen sehr, dass diese Energie weiterhin bestehen bleibt. Es entstanden etwa bereits in mehreren Vereinen Videos von Instrumentenvorstellungen, welche dann an die Volksschulen als Ansporn und Anreiz an die ganz jungen Nachwuchstalente gesendet wurden. Auch konnte Mitte des Jahres unter Einhaltung aller gesetzlichen Auflagen ein persönliches Treffen aller Jugendreferenten vom Bezirk stattfinden, welches vorrangig für konstruktiven Ideenaustausch, aber auch zum geselligen Beisammensein diente.
Tips: Wie bereitet ihr euch aktuell auf den Re-Start vor bzw. gibt es schon Pläne für 2021?
Laura Froschauer: Aktuell geschieht jeglicher Austausch unter den Jugendreferenten – die übrigens im Bezirk Perg zu 80 Prozent weiblich sind – ausschließlich online. Das funktioniert einigermaßen gut und wir sind auf alle Fälle optimistisch, dass wir mit unseren gemeinsamen Ideen die Jugend der Vereine bei Laune halten können. Wir planen bereits die Musiktage Waldhausen, welche immer in der ersten Ferienwoche stattfinden, sowie ein Projekt mit dem Bezirksjugendorchester, wo wir ein gemeinsames Konzert im Sommer anstreben. Die volle Unterstützung aller Jugendreferenten für den Re-Start der Jugendkapellen ist in allen Orten gegeben. Als Bezirksjugendreferenten sind wir besonders stolz, in Zeiten wie diesen ein starkes Team um uns zu haben.
Tips: Für wie viele Jugendorchester im Bezirk Perg leistet ihr in der neuen Periode Unterstützung?
Laura Froschauer: Junge Musiker finden im Bezirk Perg in 24 Blasmusikvereinen die Gelegenheit, in einem Jugendorchester zu musizieren. Zwölf dieser Orchester sind vereinseigen und fünf vereinsübergreifend organisiert. Wir freuen uns darauf, an der Schnittstelle zwischen dem Bezirks-Vorstand, den Vereinen und den Musikschulen mitwirken zu können. Großer Dank geht vor allem an die Musikschulen im Bezirk, welche für eine fundierte Ausbildung der Jungmusiker sorgen und oftmals den Grundstein für eine beachtliche Jungmusiker-Karriere legen.
Tips: Blickt man auf die Entwicklung eurer Vorgänger, kann man sagen, dass die Arbeit im Bezirksjugendreferat als Sprungbrett für weitere verantwortungsvolle Aufgaben in der Blasmusik-Bezirksorganisation dient?
Laura Froschauer: Ja, durchaus. Georg Fichtinger vom Musikverein Dimbach und Michael Baumgartner vom Musikverein Arbing waren ab 2012 als Stellvertreter im Nachwuchsbereich tätig und wurden 2015 zu Bezirksjugendreferenten ernannt. Beide werden künftig nun auch das Geschehen im Bezirks-Vorstand prägen. So wünsche ich Georg als designiertem Bezirks-Obmann und Michael als Bezirks-Kapellmeister-Stellvertreter alles Gute in den neuen Funktionen und spreche im Namen meines Teams ein großes Danke für die bisher geleistete vorbildliche Arbeit im Jugendreferat aus.


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