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RIED IN DER RIEDMARK. Vereine, Feuerwehr, Musik, Rotes Kreuz – in Oberösterreich engagiert sich jede dritte Person freiwillig. Jeder Einzelne davon leistet einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwohl. Mit seinen zahlreichen Freiwilligen steht auch das Rote Kreuz im Bezirk Perg für eine starke Zivilgesellschaft.

Karin und Andreas Grubauer sind im Rettungsdienst tätig. (Foto: Grubauer)
Karin und Andreas Grubauer sind im Rettungsdienst tätig. (Foto: Grubauer)

Gerade in der Pandemie erweisen sich die ehrenamtlich Tätigen einmal mehr als Rückgrat der Bevölkerung. Beim Roten Kreuz Perg engagieren sich Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und aus allen möglichen Berufssparten. „Ich habe 1993 mit dem Zivildienst beim Roten Kreuz in St. Georgen an der Gusen begonnen. Nachdem mir das große Freude gemacht hat, mir die Sinnhaftigkeit bewusst wurde und ich zudem dort beim Roten Kreuz auch innerhalb kürzester Zeit viele neue Freunde fand und das Klima auf der Dienststelle sehr familiär war, bin ich nach dem Zivildienst und bis heute freiwillig dabeigeblieben“, sagt Andreas Grubauer aus Ried in der Riedmark, der im Rettungsdienst tätig ist. Bei den Grubauers liegt das Ehrenamt in der Familie, denn auch seine Frau Karin ist im Rettungsdienst tätig. „Ehrenamtliches Engagement ist auch in vielen anderen Bereichen nicht wegzudenken: Dies gilt von der Freiwilligen Feuerwehr bis zum Jugendtrainer im Fußballverein“, sagt sie.

„Vieles würde ohne Freiwillige nicht existieren“

Freiwilliges Engagement ist eine große Stütze der Gesellschaft. 600.000 Oberösterreicher sind in Sportvereinen, Musikkapellen, Gemeinden, Feuerwehren oder Organisationen wie dem Roten Kreuz aktiv. „Zu den enormen finanziellen Entlastungen für den Staat hat sich auch gezeigt, dass vor allem im Katastrophenfall – wie z.B. nach großen Hochwasserereignissen, aber auch jetzt in der Pandemie – dieses System unschätzbare Vorteile mit sich bringt“, betont Grubauer.

Die Antwort auf die Frage, warum sich die Grubauers freiwillig engagieren, ist für sie leicht beantwortet: „Es ist das gute Gefühl, seine Zeit sinnvoll zu verbringen. Aber auch die Dankbarkeit der Mitmenschen, wenn man ihnen helfen konnte, und die Kollegialität auf der Dienststelle bedeuten uns viel. Vieles würde nicht – oder nicht mehr – existieren, wenn es keine Freiwilligen gäbe. Wir meinen, dass jeder seinen Beitrag dazu beisteuern sollte, damit wir als Gesellschaft profitieren.“

Die passende Jacke

Wichtig, um sich freiwillig zu engagieren, ist die Bereitschaft, etwas für die Gesellschaft tun zu wollen, die Freude im Umgang mit anderen Menschen und der Wille, anderen helfen zu wollen. „Es gibt viele Tätigkeitsbereiche beim Roten Kreuz, dass für jeden, der sich freiwillig engagieren möchte, auch das Richtige dabei ist“, sagt Grubauer. Beide sind der Meinung: „Wir können jedem nur raten, sich freiwillig zu engagieren. Jeder sollte in irgendeiner Form einen Beitrag dazu leisten, das Zusammenleben in vielen Bereichen aufrechtzuerhalten. Zudem profitiert man persönlich immens von diesen Erfahrungen und es ist für viele ein sinnvoller Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit.“


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