Teuerstes Gewürz der Welt wird jetzt in Perger Gärtnerei angeboten

Michaela Primessnig Tips Redaktion Michaela Primessnig, 04.10.2022 19:00 Uhr

PERG. In der Bezirkshauptstadt ist Klemens Hintermaier längst bekannt für seine feurigen Chili-Saucen, seine außergewöhnlichen Gemüsekreationen und seine schmackhaften Säfte. In der Gärtnerei Mühlehner ist nun auch das teuerste Gewürz der Welt erhältlich: die Charapita Chili.

Wer meint, Safran sei das teuerste Gewürz der Welt, der wird nun eines Besseren belehrt. Tatsächlich handelt es sich bei der kostbarsten Art, Speisen schmackhaft zu machen, um eine spezielle Chili-Sorte. „Ich bin über eine Fernsehsendung aufmerksam geworden auf die Charapita. Dann hab ich mir gedacht, ich versuche es mal“, so der Gärtner. Seit Jahren hat es ihm die Vielfalt der scharfen Schoten angetan. Von den bekannten Habaneros über viele andere Sorten: Klemens Hintermaier hat viele Chilis im Programm und verarbeitet sie zu Tabasco-Saucen, Chili-Saucen in verschiedenen Schärfen und auch eingelegten Spezialitäten.

Zwei Gramm kosten 42 Euro

Die Charapita hat Hintermaier erstmals heuer im Jänner angebaut: „Sie braucht neun Monate lang bis zur Ernte und ist schon recht empfindlich.“ Deshalb steckt der konventionelle Anbau der erbsengroßen Beeren auch noch in den Kinderschuhen. Ein weiterer Grund ist der hohe Preis. „Ich habe mir zwei Gramm gekauft um 42 Euro, um sie zu vermehren“, lacht der Perger. Inzwischen steht die erste Ernte an. „Es darf auf keinen Fall zu kalt werden, also unter null Grad, sonst ist alles umsonst gewesen. Das Zeitfenster für die Ernte ist nur recht kurz. Kein Wunder, dass sich da nicht alle drübertrauen.“

Die kleinen Früchte müssen dann getrocknet werden. „Von 800 bis 1.000 Gramm frischer Chilis bleiben dann maximal 100 Gramm übrig“, erklärt Hintermaier.

Auch wenn der Anbau der besonderen Schoten sehr aufwendig ist, zeigt sich Hintermaier begeistert von seinem neuen Produkt: „Mich interessiert es einfach, Sachen anzubauen, die andere nicht haben, das hat einfach einen gewissen Reiz für mich.“

Das Pflücken ist dann die eigentliche Arbeit. Die kleinen Beeren müssen natürlich händisch geerntet werden. Zuvor brauchen sie jede Menge Pflege.

Der Geschmack der Charapita-Chili ist eher fruchtig, die Schärfe kommt dann erst nach. Zahlreiche namhafte Köche setzen auf das teure Gewürz, unter ihnen auch bekannte Fernseh-Köche wie Richard Rauch.

Ab dem nächsten Jahr werden in der Gärtnerei Mühlehner auch die Pflanzen erhältlich sein. Im Winter müssen sie aber natürlich drinnen bleiben.

Überzeugt von Klemens Hintermaiers Kreationen zeigt sich auch Michael Bauer, der im Dezember die Greißlerei in der Dr.Schober-Straße eröffnen wird. Sowohl das besondere Gewürz als auch verschiedene eingelegte Kreationen von der Gärtnerei Mühlehner wird er ins Sortiment mitaufnehmen.

Säfte, Marmeladen und vieles mehr

Wer so lange nicht warten will, kann direkt in der Gärtnerei beim Perger Friedhof einkaufen.

Saisonales Gemüse ist ebenso erhältlich wie Gartenpflanzen. Vor Weihnachten sind auch dekorierte und grüne Kränze für den Advent verfügbar.

Besondere Verkaufsschlager sind außerdem die hausgemachten Saft- und Marmeladen-Spezialitäten. Für Kinder gibt es ein gesundes Cola von der Eberraute (Cola-Kraut), ein leuchtend blaues Getränk namens „Blauzi“ und vieles mehr.

Im Angebot sind außergewöhnliche Kreationen, aber auch ganz gängige. An neuen Ideen mangelt es Klemens Hintermaier jedenfalls nie.

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