„Harry Potter“-Viadukt über den Gießenbach nun vollständig saniert
ST. NIKOLA/GREIN. Das 122 Meter lange historische Eisenbahnviadukt zwischen Grein und St. Nikola wurde über mehrere Monate saniert. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen.

Abertausende Züge querten seit der Erbauung vor 110 Jahren das Eisenbahnviadukt über den Gießenbach. Die Überführung stellt dabei nicht nur eine wichtige Grundlage für den Schienenverkehr dar, sondern ist auch der Ausgangspunkt zum beliebten Ausflugsziel Stillensteinklamm. Nun wurde das denkmalgeschützte Viadukt – das aufgrund seines Aussehens an Szenen aus den „Harry Potter“-Filmen erinnert – vollständig saniert.
Schutzmaterial wieder entfernt
Die Arbeiten wurden dabei großteils von Hand erledigt: „Wir haben die komplette Steinoberfläche gereinigt, die Mörtelfugen saniert und das Natursteinmauertragwerk in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt überarbeitet“, erklärt Regionalleiter Andreas Niedermair von der ÖBB-Infrastruktur AG. Das 122 Meter lange Viadukt war mit rund 3.000 Quadratmetern Schutzmaterial und Gerüsten verdeckt, die nun abgebaut wurden.
Millionenprojekt
Das 19 Meter hohe Viadukt über den Gießenbach wurde im Jahr 1909 errichtet und befindet sich zwischen St. Nikola und Grein. Die Sanierung erfolgte von Mai bis November 2022 und kostete nach Angaben der ÖBB 2,1 Millionen Euro. Das Ende der Arbeiten stellt den Abschluss einer erfolgreichen Serie dar: So wurden in den Jahren 2015 bis 2022 fünf historische Viadukte in der Region saniert.


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