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SCHWERTBERG. Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, ist der Zweck eines landwirtschaftlichen Schwertberger Hilfsprojektes, mit dem in Afrika Beachtliches erreicht wurde.

Reiche Ernte auf der Mary Agro Farm dank Hilfe aus dem Mühlviertel (Foto: privat)
  1 / 8   Reiche Ernte auf der Mary Agro Farm dank Hilfe aus dem Mühlviertel (Foto: privat)

Bereits vor drei Jahren wurde der Verein Help-Trans-Fair unter Schirmherrschaft von Obmann Alfred Hrusca undL Pfarrer Leonard Ozougwu gegründet. Seither konnte auf der Mary Agro Farm – einem landwirtschaftlichen Großbetrieb nahe der nigerianischen Stadt Enugu – enorm viel umgesetzt werden. So wurden etwa zwei große Schweineställe und drei Anlagen für Küken und Legehühner sowie 20 Fischbecken errichtet. „Es freut uns riesig, dass sich unser Projekt so gut entwickelt“, meint der Obmann von Help-Trans-Fair, Alfred Hrusca. „Unsere Devise war es von Anfang an, den Menschen keine einmaligen Almosen zu schicken, sondern ihnen dabei zu helfen, sich vor Ort und aus eigener Kraft eine bessere Lebensgrundlage zu schaffen.“

Dank tatkräftiger Unterstützung der Ortsbauernschaft Kremsmünster, die einen gebrauchten Traktor sowie mehrere voll funktionstüchtige Arbeitsgeräte (u. a. Egge, Pflug, Sämaschine) zur Verfügung stellte, kann auf der Mary Agro Farm bald noch effizienter gearbeitet werden. Ein weiterer gebrauchter Traktor stammt aus der Steiermark. Die Fahrzeuge und Geräte werden bald nach Nigeria verschifft.

Reise nach Afrika im Juli

Anfang Juli fliegen Obmann Alfred Hrusca und Pfarrer Leonard Ozougwu nach Enugu, um sich vor Ort ein Bild von den Entwicklungen und Fortschritten auf der Farm zu machen. Für heuer stehen bereits weitere wichtige Investitionen an. Geplant ist etwa die Errichtung einer Mühle. Hintergrund dieses Bauprojekts sind die teuren Futtermittelpreise. „Bisher musste man auf der Mary Agro Farm den Großteil der Futtermittel für die Tiere zukaufen. Wenn dank der neuen Mühle nun künftig das Futter selbst erzeugt wird, dann können wieder Kosten gespart werden“, erklärt Pfarrer Ozougwu.

Dieser will den Besuch in seinem Heimatland weiters dafür nutzen, um in der Bevölkerung „Werbung“ für das Schulungszentrum zu machen, das ebenfalls am Areal des landwirtschaftlichen Großbetriebs angesiedelt ist: „Ich möchte den Familien vermitteln, wie wichtig es für die Zukunft ihrer Kinder ist, diesen eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Wir haben in unserem Bildungszentrum auf der Mary Agro Farm bereits über 30 Absolventen ausgebildet und in Zukunft sollen es noch viel mehr werden.“


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