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ST. GEORGEN/WALDE. „Willst du ein glücklicher Mensch sein, dann werde Gärtner“, besagt ein Sprichwort. Mit ihrem Naturgarten machen Hedwig und Leopold Paireder nicht nur sich selbst, sondern auch die Bienen glücklich. Dafür wurden sie sogar ausgezeichnet.

Leopold und Hedwig Paireder in ihrem Naturgarten (Foto: Riegler-Aspelmayr)
  1 / 9   Leopold und Hedwig Paireder in ihrem Naturgarten (Foto: Riegler-Aspelmayr)

Von außen deutet noch nicht viel auf das Paradies hin, das sich hinter dem kleinen Eingangstor zum Garten von Hedwig und Leopold Paireder befindet. Hat man jedoch erst einmal einige Schritte hinein gemacht, findet man sich in einer anderen Welt wieder. Alle Sinne werden hier betört und angesprochen.

Das Auge kann sich gar nicht satt sehen vor lauter Farbenpracht. Tiefrote Mohnblumen in der einen Ecke – Lavendel und Margeriten in der anderen. Mit dem Aufzählen der Blumen und Kräuter, die hier wachsen, würde man nicht fertig werden, wollte man damit beginnen. Daher sei an dieser Stelle lediglich auf eine unglaublich große Artenvielfalt verwiesen, der die Paireders in ihrem Garten Raum geben. Fast verlegen bezeichnet Hedwig Paireder die mit den Jahrzehnten entstandene Vielfalt als „Kraut&Rüben-Garten“. Ein traumhafter „Kraut&Rüben-Garten“ und schade, dass es davon im ganzen Land nicht mehr gibt, möchte man ihr anerkennend antworten.

Teich mit Seerosen

Angenehm im Ohr liegt das Plätschern des Wassers, das in einem dekorativen Brunnen im vorderen Bereich des Gartens die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich zieht. Gleich dahinter befindet sich ein Teich, der von anmutigen Seerosen geschmückt wird. Bewegt man sich vom Wasser weg, verrät jedoch ein leises Summen, wer in diesem naturnahen Garten die Hauptdarsteller sind: die Bienen und Insekten. Von der ganzen Umgebung fliegen sie her, weil sie hier so viel Nahrung finden, wie kaum anderswo. Und es sind auch ganz spezielle Exemplare unter den Dauergästen in diesem Garten: Wildbienen. Sie sind besonders nützlich und mittlerweile rar, wissen Hedwig und Leopold Paireder.

„Grünes Wohnzimmer“

Wegen der besonders bienenfreundlichen Gestaltung wurde ihr „grünes Wohnzimmer“ bei der Gartentrophy des Landes Oberösterreich mit dem Titel „Bienenfreundlichster Garten des Bezirks Perg“ ausgezeichnet. Tatsächlich unternimmt das Ehepaar viel, damit sich die nützlichen Tiere hier wohl fühlen. So lasse sie etwa den Schnittlauch üppig blühen, obwohl man den ja bekanntlich zurückschneiden soll, erzählt Hedwig Paireder. „Dort tummeln sich immer besonders viele Bienen und ganz arg ist es beim blühenden Lavendel.“ Das alles ist jedoch nichts gegen das Summen vor dem großen Insektenhotel, das Leopold Paireder extra gebaut und neben der üppigen Blumenwiese platziert hat. Hier geht es zu wie auf dem Frankfurter Flughafen – ein ständiges Landen und Abheben ist zu beobachten. Stundenlang möchte man dies als Besucher gern tun und manchmal nehmen sich die Paireders auch wirklich Zeit dazu.

Doch das kommt eher selten vor. Denn so wie es die Bienen in ihrem Garten pausenlos vorzeigen, sind auch die Paireders immer fleißig und emsig am Arbeiten. Zu tun gibt es das ganze Jahr über in so einem 1.000-Quadratmeter-Naturgarten genug. „Gott sei Dank“, fügen die beiden mit einem Lächeln hinzu: „Denn das hält uns jung und fit.“


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