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Auf Vortrag folgte Großinvestition in LED-Umstellung bei Straßenlaternen

Leserartikel Gerlinde Riegler-Aspelmayr, 09.04.2024 09:36

SCHWERTBERG. Weitreichende positive Auswirkungen hatte ein Vortrag zum Thema Lichtverschmutzung, den das Katholische Bildungswerk Schwertberg (KBW) unter der Leitung von Reinhard Ronacher im Jahr 2022 organisiert hatte. Es folgte eine großangelegte Energiespar-Initiative der Gemeinde. Nun wurde man dafür vor den Vorhang geholt.

Reinhard Ronacher (3. v. l.) nahm den Preis entgegen. (Foto: Christina Bruckmayr-Oegerer)
  1 / 2   Reinhard Ronacher (3. v. l.) nahm den Preis entgegen. (Foto: Christina Bruckmayr-Oegerer)

Der Vortrag des KBW-Treffpunkt Bildung im Herbst 2022 war hochkarätig besetzt: Umweltanwalt Martin Donat referierte zum Thema „Lichtverschmutzung - vom zeitgemäßen Umgang mit Licht“. Im Publikum saßen nicht nur viele an der Thematik interessierte Bürgerinnen und Bürger, sondern auch Vertreter der Kommunalpolitik.

Der fachliche Input des Experten hatte damals die politischen Entscheidungsträger sensibilisiert, bei der LED-Umstellung des älteren Teils der Straßenbeleuchtung Gas zu geben (ein Drittel fehlte damals noch) und die Leuchten in der Nacht sogar mehrstufig auf bis zu 15 Prozent Lichtstärke zu dimmen. Insgesamt wurden 700.000 Euro investiert. „Dieser Betrag soll sich dank großzügiger Förderungen von Bund und Land OÖ in zehn bis 15 Jahren amortisieren“, so Ortschef Max Oberleitner.

Nachhaltigkeit und Nutzen

Nun wurde das Projekt in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Wirksamkeit und Lebensnutzen bei der Jahrestagung der KBW-Treffpunkte Bildung OÖ im Schloss Puchberg bei Wels prämiert.

Neue Erkenntnisse sogar in Gesetz eingearbeitet

Bei besagtem Vortrag hatte das Publikum mit dem Referenten auch darüber diskutiert, ob in der Nacht einzelne Straßenzüge oder jede zweite Straßenlaterne auch gänzlich abgeschaltet werden könnten. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigten dem Umweltanwalt gesetzliche Unschärfen auf, die sogar in die Umweltschutzgesetz-Novelle 2024 eingearbeitet wurden.

Was die Gemeinde Schwertberg anbelangt, so kam eine völlige Lichtabschaltung einzelner Straßenzüge in Hinblick auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger nicht in Frage.


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