Erste offiziell anerkannte Wetterstation für Bezirk Perg
PABNEUKIRCHEN. Die neue Ö3-Wetterstation, die in Zusammenarbeit mit GeoSphere Austria betrieben wird und heute offiziell eröffnet wurde, hat vor allem für die Landwirte der Region große Bedeutung.

Kaum etwas beschäftigt die Menschen so wie das Wetter. Besonders in der Landwirtschaft ist das Wissen um regionale Temperaturen, Niederschläge und drohende Unwetter von großer Wichtigkeit. Immer bedeutender werden offiziell anerkannte Wetteraufzeichnungen für die Bauern auch im Hinblick auf den Erhalt von Entschädigungen im Fall von Dürre-, Hagel- oder Hochwasserschäden. Versicherungen akzeptieren private Aufzeichnungen nicht. Nun gibt es hier für Geschädigte große Verbesserungen, denn die neue Pabneukirchner Wetterstation liefert genaue Daten und Werte aus der Region an die anerkannte Zentralstelle GeoSphere Austria (vormals Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Wien). Auf diese Daten beziehen sich Versicherungen bei Schadensfällen.
Ö3-Wettermoderator Sigi Fink kam nach Pabneukirchen
Gleichzeitig ist die Messstation Pabneukirchen auch eine von insgesamt neun Ö3-Wetterstationen. Ö3-Moderator und Meteorologe Sigi Fink war extra zur Eröffnung aus Wien angereist.
Werbeeffekt für Region
Für Pabneukirchen und die gesamte Region bringt die Wetterstation freilich auch einen gewissen Werbeeffekt. Österreichweit wird die Gemeinde nun regelmäßig genannt. Nicht nur auf Ö3, sondern auch auf Ö1 und Radio Oberösterreich. Da darf man zu Recht darauf hoffen, dass der Ortsname Pabneukirchen im Gedächtnis bleibt und der eine oder andere Hörer für einen Tagesausflug oder Kurzurlaub in den Strudengau kommt.
Peter Schuhbauer betreut Station ehrenamtlich
Ehrenamtlich betreut wird die Messstation von Peter Schuhbauer (32). Er gründete auch das Onlineportal „Wetter Strudengau“. Schon sein Großvater führte täglich penible Aufzeichnungen über Temperaturen und Niederschläge. „Von ihm hab ich wohl das Interesse am Wetter vererbt bekommen“, so Schuhbauer.
Die Wetterstation, die auch einen zehn Meter hohen Mast zur Messung der Windstärke per Ultraschall enthält, kostete rund 50.000 Euro und wurde auf Initiative der Gemeinde und des örtlichen Vereins Freizeit-Tourismus-Wirtschaft (FTW) errichtet. Realisiert werden konnte das Projekt dank EU-Leader-Förderungen und der Unterstützung heimischer Wirtschaftstreibenden.


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