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Frauen, Finanzen, Zukunft – starke Impulse beim Event des Arbeitsmarktservice Perg

Jennifer Wiesmüller, 19.03.2026 14:56

PERG. „Level Up, Money Matters“, so der Titel der Veranstaltung des Arbeitsmarktservice Perg anlässlich des internationalen Frauentages, die von rund 70 interessierten Frauen aus dem Bezirk Perg besucht wurde.

V.l.: Gilda Johne (Frauenberufszentrum Perg), Barbara Spreitzer (Leiterin Frauenberufszentrum Perg), Elke Neubacher (Frauenberufszentrum Perg), Sophie-Cathrine Leitner (Arbeitsmarktservice Perg), Eva Steinkellner (Leiterin der Wirtschaftskammer Perg), Stefan Gringinger (Leiter des Arbeitsmarktservice Perg).Rechte: AMS Perg (Foto: AMS Perg)

In Kooperation mit der Wirtschaftskammer Perg und dem Verein für Arbeit und Lernen oberes Mühlviertel (ALOM), dem das Frauenberufszentrum Perg angehört, wurde über die Themen finanzielle Unabhängigkeit und Chancen sowie Risiken von KI referiert. Zusätzlich wurden den Teilnehmerinnen die Angebote und Dienstleistungen der Wirtschaftskammer Perg, allen voran des WIFI Pergs, durch Wirtschaftskammer-Leiterin Eva Steinkellner nähergebracht.

„Frauen sind am Arbeitsmarkt weiterhin benachteiligt“

„Frauen sind am Arbeitsmarkt in vielen Bereichen benachteiligt“, betont Stefan Gringinger, Leiter des Arbeitsmarktservice Perg. „Frauen verdienen für die gleiche oder gleichwertige Arbeit im Jahr 2026 noch immer weniger als Männer und sind in schlechter entlohnten Branchen und Berufen tätig.“ Hinzu komme die ungleiche Verteilung im Bereich der unbezahlten Arbeit. „Haus-, Betreuungs- und Pflegearbeit wird leider zu Unrecht immer noch mehrheitlich von Frauen geleistet“, so Gringinger. Die Referentinnen Gilda Johne und Barbara Spreitzer veranschaulichten die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt durch eine Präsentation von aktuellen Zahlen und gaben gleich vor Ort praktische Tipps zur Erlangung von mehr finanzieller Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit von Frauen.

Mehr Eigeninitiative

Frauen seien bei Gehaltsverhandlungen laut Studien zurückhaltender als Männer und würden diese auch seltener bis gar nicht ansprechen. In einem Rollenspiel wurde vorgestellt, wie Frauen gekonnt das Tabuthema Gehalt ansprechen können und wie hier mit bekannten Killerphrasen umzugehen ist.

Geschlechtsspezifische Vorurteile in der KI

Abschließend rückten Spreitzer und Neubacher das Thema KI in den Fokus. KI-Systeme, die mittlerweile in fast allen Bereichen des Alltags Einzug gehalten haben, zeigen durch den hohen Anteil männlicher Programmierer und der Verarbeitung bestehender Daten häufig geschlechtsspezifische Vorurteile. Das ALOM-Ressourcenstudio, eine Initiative zur Stärkung von digitalen Kompetenzen von Frauen im erwerbsfähigen Alter, bietet hier kostenlose Workshops an. Digitale Kompetenzen von Frauen werden dabei gestärkt und ein sinnvoller Umgang mit KI-Tools kann erlernt werden. Die Steigerung der Nutzung von digitalen Tools durch Frauen stelle einen wichtigen Beitrag zur angestrebten Gleichstellung von Frauen in der Arbeitswelt dar.


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