GREIN. Bereits seit dem Jahr 2019 tummeln sich Kinder ab einem Jahr mehrere Tage pro Woche im Seniorium Mauthausen, während sich ihre Mütter und Väter um die Bewohner des Hauses kümmern. Vor einem Jahr startete auch das Seniorium Grein mit der Kinderbetreuung. Eltern können beruhigt ihrer Arbeit im Seniorium nachgehen, denn sie wissen, dass ihre Kinder in der Zwischenzeit gut versorgt sind.

Vor rund einem Jahr startete neben dem Seniorium Mauthausen auch im Seniourium Grein die Kinderbetreuung für Mitarbeiter unter der Bezeichnung „Senikids“.
Nun feiern Kinder und Eltern gemeinsam mit Heimleiter Georg Gebetsberger und Leiterin für Betreuung und Pflege Marlene Hirtenlehner ihr einjähriges Bestehen – ein Meilenstein, der zeigt, wie wertvoll gelebtes Miteinander sein kann.
Seit der Eröffnung steht das generationenübergreifende Konzept im Mittelpunkt. Kleinkinder einerseits und großteils betagte Bewohner andererseits begegnen sich im Alltag, verbringen gemeinsame Zeit beim Spielen, Singen und Basteln und schenken einander Freude, Nähe und neue Perspektiven.
„Wichtige Entlastung“
„Die flexible Betreuung, abgestimmt auf Ferienzeiten und individuelle Dienstpläne, bietet unseren Mitarbeitern und deren Familien eine wichtige Entlastung und unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,“ betont Heimleiter Georg Gebetsberger. „In den liebevoll gestalteten und gemütlichen Räumlichkeiten finden die Kinder einen Ort zum Entdecken und Wohlfühlen – eingebettet in eine herzliche und lebendige Umgebung.“ Unter der engagierten Leitung von Tagesmutter Gabriele Rott hat sich Senikids zu einem lebendigen und wertvollen Bestandteil des Hauses entwickelt.
Angebot auch in Mauthausen und Perg
Auch im Seniorium Mauthausen und im Seniorium Perg können sich Mütter und Väter mit Kindern ab einem Jahr melden. Auch dort können diese ihre Kinder in die Arbeit im Alten- und Pflegeheim mitnehmen, auch dort bieten Tagesmütter im Auftrag des Sozialhilfeverbandes Perg Kinderbetreuung.
„Nachdem sich unsere Mitarbeiter in Grein, Baumgartenberg und Bad Kreuzen seit mittlerweile einigen Monaten ihren Dienstplan in Form des sogenannten Wunschdienstplans selbst schreiben und der Sozialhilfeverband Perg als Dienstgeber auch beim Beschäftigungsausmaß äußerst flexibel ist, finden bei uns Eltern mit Kindern ab einem Jahr sehr gute Rahmenbedingungen vor,“ ergänzt Pflegedienstleiterin Marlene Hirtenlehner. „Damit wollen wir Pflegekräften mit Kindern, Müttern und Vätern, insbesondere auch Karenzrückkehrern die Möglichkeit geben, zeitnah, familienfreundlich und wohnortnahe in den Pflegeberuf neu einzusteigen beziehungsweise zurückzukehren.“
„Es braucht Menschen die die Infrastruktur zum Leben erwecken“
„Ein Arbeitsplatz in der Region mit mehr Freizeit und einem nachhaltigen Fußabdruck wegen einem kurzen Arbeitsweg verbunden mit einer qualifizierten Kinderbetreuung und flexiblen Beschäftigungsausmaßen in Tages- und Nachtdiensten und die Möglichkeit, sich den eigenen Dienstplan im Rahmen des Wunschdienstplans nach Möglichkeit selbst zu gestalten, soll Pflegekräfte ermutigen, so bald als möglich wieder in den Pflegeberuf einzusteigen beziehungsweise überhaupt beim Sozialhilfeverband Perg zu arbeiten,“ ist Bezirkshauptmann und Sozialhilfeverband-Obmann Werner Kreisl überzeugt. „Nur Pflegekräfte, die im Bezirk arbeiten, sorgen dafür, dass unsere Eltern, Großeltern, Nachbarn und Freunde, die pflegebedürftig werden, im Bezirk gut versorgt und betreut werden. Die dafür erforderliche Infrastruktur steht zur Verfügung. Was wir brauchen, sind Menschen, die diese Infrastruktur zum Leben erwecken.“


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