B3-Sanierung führt zu erheblichen Belastungen für Pendler
BEZIRK PERG/STEYREGG/LINZ. Die B3 Donaustraße zwischen Pulgarn und Steyregg ist seit 8. April aufgrund von Bauarbeiten abschnittsweise vollständig gesperrt. Vor allem bei Autofahrern aus der Region Perg, die in den Linzer Zentralraum pendeln, sorgt die Baustelle für Unmut. Tips hat bei Franz Lumetsberger (ÖVP) nachgefragt. Er ist nicht nur Vizebürgermeister der Gemeinde Königswiesen, sondern auch Landesobmann der Oberösterreichischen Pendlerinitiative.

Die B3 Donaustraße ist eine der wichtigsten Verbindungen in Oberösterreich und die Verkehrsbelastung habe in den vergangenen 30 Jahren ihre Spuren hinterlassen. Eine Generalsanierung im Bereich von Pulgarn (bei Straßenkilometer 232,216) bis zur Westeinfahrt von Steyregg (bei Straßenkilometer 235,692) sei daher unumgänglich, teilte das Land OÖ mit. Die Bauarbeiten, die seit 8. April laufen und voraussichtlich bis 19. Juni andauern, führen laut den Rückmeldungen der Pendler nach knapp einer Woche zu Zeitverzögerungen von bis zu einer Stunde. Franz Lumetsberger, Landesobmann der Oberösterreichischen Pendlerinitiative hofft, dass sich die Situation noch etwas entspannen wird, wenn die Pendler passende Ausweichrouten für sich gefunden haben.
Weitere Generalsanierung auf der A7
Dass sich die Lage gänzlich entspannt, damit rechnet der Pendlerexperte jedoch nicht, denn diese Woche startete man auch auf der A7 im Abschnitt zwischen dem Knoten Linz und der Anschlussstelle Franzosenhausweg mit der Generalerneuerung. „Damit wird eine mögliche Ausweichroute ebenfalls für Verzögerungen sorgen“, betont Franz Lumetsberger. Er verweist auf folgende Ausweichrouten: die L569 Pleschinger Straße, die Alte Mauthausener Straße durch das Ortsgebiet Steyregg, die A1 Westautobahn über Asten sowie über Pregarten auf der A7. „Das hohe Verkehrsaufkommen wird man aber überall spüren“, so Lumetsberger.
„Hoffe, dass die Betriebe Nachsicht zeigen“
Wie sich die aktuelle Situation auf die Pendler auswirkt? „Besonders gefordert sind derzeit die Planung der Fahrzeiten, um pünktlich zur Arbeit zu gelangen, sowie Anpassungen in der Freizeit- und Arbeitszeitgestaltung, damit die Kinderbetreuung weiterhin gewährleistet ist“, erläutert Lumetsberger. „Ich hoffe, dass die Betriebe hier Nachsicht zeigen und gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Möglichkeiten erarbeiten.“
Steuerliche Auswirkungen beachten
Lumetsberger appelliert zudem, Homeoffice-Lösungen zu nutzen und Fahrgemeinschaften zu bilden. Darüber hinaus ersucht er, nicht zwingend notwendige Fahrten auf der Strecke außerhalb der Hauptverkehrszeiten durchzuführen.
Einen wichtigen Hinweis hat Franz Lumetsberger noch für die betroffenen Pendler: „Bei einem anderen Weg zum Arbeitsplatz kann sich das auf die Pendlerpauschale und den Pendlereuro auswirken. Das sollte man auch dem Arbeitgeber bekannt geben beziehungsweise beim Lohnsteuerausgleich berücksichtigen.“


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