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Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte setzt auf Balance zwischen Erinnern und Wohnen

Jennifer Wiesmüller, 20.04.2026 13:49

LANGENSTEIN/ST. GEORGEN AN DER GUSEN. Im November 2025 wurde das Siegerprojekt des internationalen Architektenwettbewerbs zur Neugestaltung der KZ-Areale Gusen und Bergkristall präsentiert. Im Rahmen eines Informationsabends wurden nun weitere Details zu diesem Vorhaben der Öffentlichkeit vorgestellt. Geplant ist die Fertigstellung bis 2031.

Nähere Details zur Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Gusen wurden vorgestellt. (Foto: Bernhard Leitner)

Laut der Direktorin der Gedenkstätte Mauthausen, Barbara Glück, arbeiten derzeit alle Abteilungen an unterschiedlichen Aspekten der Neugestaltung – von der Entwicklung pädagogischer Konzepte bis hin zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Vor- und Nachgeschichte des Lagerkomplexes Gusen sowie der Stollenanlage in St. Georgen. Der Baubeginn ist für Mitte 2027 vorgesehen.

Privatsphäre der Anrainer soll gewahrt werden

Ein zentrales Leitprinzip der Planung sei die Balance zwischen Gedenkort und Wohnort, da sich das Areal inmitten eines Siedlungsgebiets befindet. Der Landschaftsdesigner Kieran Fraser betonte, dass die Gedenkstätte die Geschichte dieses historischen Tatorts sichtbar machen soll, zugleich aber auch die Privatsphäre der Anrainer gewahrt werden müsse.

Um dies zu gewährleisten, ist eine klare Besucherlenkung vorgesehen. Entlang eines Korridors werden die Besucher vom Ankunftsbereich bei den SS-Baracken zum ehemaligen Appellplatz und weiter zum Schotterbrecher geleitet.

Eine dichte Begrünung soll zudem die Sicht auf die angrenzenden Wohngebäude blockieren, die Wege werden zum Teil in die Landschaft eingegraben.


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