Mühlviertler Fußball Nummer eins ist für den Frühjahrsauftakt gerüstet
PERG. Seit Mitte Jänner bereit sich Gerhard Obermüller mit seinen Schützlingen auf die OÖ. Liga-Rückrunde vor – der „Tag der Wahrheit“ rückt nun immer näher. Die Union Perg startet am 11. März mit einem Heimspiel gegen Donau Linz in die Frühjahrssaison. Tips bat den Coach der Machländer zum Interview.

Tips: Wie bist du mit dem bisherigen Verlauf der Saisonvorbereitung zufrieden?
Obermüller: Sehr zufrieden. Bis auf die normalen Blessuren und krankheitsbedingten Ausfälle, die immer wieder mal vorkommen, konnten wir das bisherige Vorbereitungsprogramm durchziehen. Von Donnerstag bis Sonntag haben wir zuletzt unsere Zelte in Bad Zell aufgeschlagen und im Rahmen des Trainingslagers gegen Schwertberg getestet. Schwertberg hat sich gut präsentiert, meine Spieler die von den Trainingseinheiten müde waren, konnten sich aber dank Toren von David Weinlandner und Simon Rumetshofer mit 2:0 durchsetzen. Jetzt gilt es in den letzten Tagen vor Meisterschaftsbeginn noch die Spritzigkeit zu gewinnen, und dann freuen wir uns auf die bevorstehenden Meisterschaftsspiele.
Tips: In den Testspielen waren zuletzt einige Stammkräfte aufgrund von Verletzungen nicht dabei – wirst du bis zum Saisonauftakt personell wieder aus dem Vollen schöpfen können?
Obermüller: Das Lazarett lichtet sich sozusagen. Bis auf Michael Danninger (Kreuzband) der bereits ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und sporadisch bereits Übungen mitmachen kann und Thomas Mayrhofer (Kreuzband) der beruflich in Shanghai ist und erst mit Anfang Mai wieder dabei ist können wir auf den gesamten Kader zurückgreifen. Auch Michael Hoislbauer ist hoffentlich bald wieder einsatzbereit.
Tips: Mit Platz acht unter den 16 OÖ. Liga-Teams steht in der Halbzeitbilanz eine solide Mittelfeld-Platzierung zu Buche. Wo möchest du mit deinem Team am Ende der Saison stehen?
Obermüller: Wenn man bedenkt, dass wir letztes Jahr nach dem Herbstdurchgang auf Platz sieben gestanden sind, aber nur drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hatten, können wir diesen Herbst – obwohl wir massive Kaderprobleme hatten – mit 13 Punkten Abstand zu den Abstiegsrängen ein wenig ruhiger in die Rückrunde gehen. Wir wollen aber diesen Platz verteidigen und am Ende der Saison auch dort stehen. Dass wir eines der jüngsten Teams der Liga haben, ist bekannt. Auch die Anzahl der Fußballer die aus dem eigenen Bezirk stammen – insgesamt sind es 16 – ist, glaube ich, einzigartig und kann sich sehen lassen. Mit Lukas Spiegl und Besar Sabani stehen seit Winter zwei gar erst 16-jährige Talente im Kampfmannschaftskader. Die Vereinsphilosophie stimmt also.
Tips: Die Union Perg konnte als bislang einziger Verein im Bezirk in der Vergangenheit bereits Regionalliga-Luft schnuppern. Siehst du langfristig Potenzial, dass der Klub wieder in Österreichs dritthöchste Spielklasse zurückkehrt?
Obermüller: Ich glaube wir haben in den letzten drei Jahren bei der Union Perg im sportlichen Bereich Unglaubliches geleistet und dem Klubnamen sowie der Stadt Perg in ganz Oberösterreich alle Ehre gemacht. In Perg schlummert extrem viel Potential. Was etwa Franz Derntl hier leistet, der sich 365 Tage im Jahr für den Verein aufopfert, ist bemerkenswert. Wenn du einen weiteren Schritt machen möchtest, der aufgrund der Entwicklung der jungen Spieler einfach nicht aufzuhalten ist, brauchst du auch seitens der Stadt Perg Unterstützung. Für mich als Trainer stellt sich aber nicht in erste Linie die Frage, ob wir regionalligatauglich werden und in nächster Zeit aufsteigen, sondern für mich zählt, dass wir uns stetig weiterentwickeln und junge Perger Talente ausbilden. Klar will man als Spieler und Trainer immer weiter nach oben – dafür müssen aber auch die Rahmenbedingungen passen.
Die nächsten Spieltermine:
Samstag, 4. März um 15 Uhr Letztes Vorbereitungsspiel gegen den ATSV Stadl-Paura in Perg
Samstag, 11. März um 15 Uhr Meisterschaftsauftakt mit dem Heimspiel gegen Donau Linz


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