Derby-Knüller: Perger Prinzessinnen fordern das derzeit beste Volleyball-Team Österreichs heraus
PERG. Am Samstag ist wieder Derbyzeit in der Austrian Volley League Women. Auf die SG Prinz Brunnenbau Volleys aus Perg wartet nicht nur der Sieger des Grunddurchganges, sondern gleichzeitig auch der große Lokalrivale ASKÖ Linz/Steg. Gespielt wird um 18 Uhr im BG/BRG Urfahr.

Zuletzt standen sich beide Vereine vor knapp einem Jahr in der Stahlstadt gegenüber. Dort ging es um das Halbfinale im Playoff, welches Linz nach dramatischen fünf Sätzen erreichte. Seit diesem Duell hat sich viel verändert.
Perg und Linz sind derzeit das Maß aller Dinge
Beide Mannschaften hatten sich über den Sommer verstärkt und führen nun die österreichische Volleyballbundesliga an. 16 Siege feierten die Linzerinnen bislang im Grunddurchgang, 15 die Pergerinnen. Die beiden Teams aus Oberösterreich sind das Maß der Dinge aktuell bei den Frauen. Trotzdem geht es für die Prinzessinnen am Samstag erneut in Linz um den Halbfinaleinzug, denn nur die besten beiden Teams des Grunddurchganges sind gesetzt, die Teams auf den Plätzen drei bis sechs müssen ins Viertelfinale.
Top-Scorerin Diana Mitrengova erwartet harten Kampf
„Es wird definitiv ein harter Kampf für uns. Es geht um sehr viel, aber wir haben es selbst in der Hand, denn ein Punkt reicht, um den zweiten Platz zu behalten“, weiß Pergs Kapitänin Diana Mitrengova. Gerade einmal ein Zähler fehlt ihrer Mannschaft noch zur Fixierung des zweiten Ligaplatzes. Damit müssen die Mühlviertlerinnen in Linz zumindest zwei Sätze gewinnen. Eine schwierige Ausgangslage gegen die bisher so stark spielenden Tabellenführenden, die erst eine Partie verloren im Grunddurchgang. „Natürlich bin ich ein wenig traurig, dass wir Punkte gegen Eisenerz und Salzburg liegen gelassen haben. Das würde die Ausgangslage für das letzte Spiel sehr verändern, aber so ist der Volleyball. Wir müssen am Samstag unser Bestes geben. Die Motivation ist groß, aber einfach wird es nicht. Für die Fans ist es aber extrem spannend“, erklärt Mitrengova. Seit der letzten Saison spielt die Slowakin im Dress der Prinzessinnen und ist mitverantwortlich für den Höhenflug in Perg. Mit 281 Punkten führt sie die Scorerwertung der Liga an: „Wenn wir das Semifinale erreichen, wäre das ein tolles Gefühl. Damit wären wir jetzt schon besser platziert als letzte Saison. Vor allem aber würde es eine Bestätigung für die harte Arbeit sein, die das Trainerteam, die Spielerinnen und der Verein in dieses Jahr gesteckt haben.“
Fernduell mit Rekordmeisterinnen aus Niederösterreich
Das Duell um den zweiten und damit letzten Halbfinalplatz führen die Pergerinnen mit Rekordmeister Sokol/Post. Die Niederösterreicherinnen liegen zwei Punkte hinter ihnen und können nur mit klaren drei Punkten noch an den Prinzessinnen vorbeiziehen. Sie spielen zeitgleich in Innsbruck. Und die Tirolerinnen wären auch der Viertelfinalgegner für jene Mannschaft in diesem Fernduell, die nicht direkt in das Halbfinale einzieht. „Ich kann den Beginn der Playoffs schon nicht mehr erwarten. Ich liebe die Vorbereitung und die Emotionen, die ganz unterschiedlich sind, als im Grunddurchgang“, freut sich Mitrengova, die am Samstag mit ihrem Team das Halbfinale fixieren möchte.


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