Mauthausen Tischtennis-Leithammel im Interview: "Dass wir so durch die Liga marschieren, war nicht zu erwarten"
MAUTHAUSEN. Einen sensationellen Erfolgslauf legte seit dem Jahreswechsel das Team des ASKÖ Glas Wiesbauer Mauthausen hin. Die von Bernhard Kinz-Presslmayer angeführte reine Oberösterreicher-Mannschaft konnte im unteren Play Off der Tischtennis-Bundesliga 2021 bislang alle Spiele für sich entscheiden.

Tips hat sich mit dem Routinier, der hauptberuflich als Lehrer in der Mittelschule Mauthausen tätig ist, in den Semesterferien über die aktuell erfreuliche Lage beim Traditionsverein unterhalten.
Tips: Mal ehrlich ... habt ihr nach der Neuorientierung im Sommer (Anm.: freiwilliger Rückzug vom oberen in das untere Play Off der Bundesliga) damit gerechnet, dass sich schon so bald der Erfolg einstellt?
Kinz-Presslmayer: Er war in dieser Form sicher nicht zu erwarten, dass wir so durchmarschieren.Vor allem, weil wir auch mit Martin Schaumberger einen Spieler eingebaut haben, der aus der Landesliga kommt und sich erst an Bundesligatischtennis gewöhnen musste. Dass wir nun an der Tabellenspitze stehen, ist daher umso erfreulicher.
Tips: Aus welchen Zutaten setzt sich das Mauthausener Erfolgsrezept zusammen?
Kinz-Presslmayer: Unser Erfolgsrezept? Jeder freut sich auf Bundesligarunden und auf jedes Training. Wir verstehen uns blendend und identifizieren uns zu 100 Prozent mit dem Verein, wollen gemeinsam etwas erreichen und sind hungrig auf Erfolge.
Tips: Wie geht ihr damit um, dass ihr derzeit Runde für Runde quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen müsst?
Kinz-Presslmayer: Generell sind wir froh, dass wir unseren Sport weiterhin ausüben dürfen, in anderen Bereichen herrscht ja noch Stillstand. Dass dies ohne unsere Fans sein muss, ist zwar angesichts der aktuellen Lage verständlich, aber natürlich nicht optimal. Von unseren Fans bekommen wir dennoch regelmäßig eine Extra-Portion Motivation vermittelt, denn viele davon erkundigen sich gleich nach jedem Spiel, wie es gelaufen ist. Die Fans fiebern also weiterhin mit, derzeit aber in anderer Form und aus der Distanz.
Tips: Um mehr Einblicke ins Vereinsleben zu gewähren, habt ihr zuletzt verstärkt auf Social Media gesetzt. Wer zieht hierbei die Fäden?
Kinz-Presslmayer: Martin Leonhartsberger und Simon Oberfichtner sind absolute Glücksgriffe, nicht nur sportlich, sondern auch marketingtechnisch. Dank ihnen haben wir, gerade was Instagram und Facebook angeht, ein Upgrade erfahren, was sich auch im internationalen Tischtennis schon herumspricht. Auch vom Bundesligachef gab es diesbezüglich schon großes Lob.


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