Hiesl hofft auf den Gewinn weiterer Bürgermeister für die ÖVP
BEZIRK. Mit Mehrheiten in 18 Gemeinden, absoluten Mehrheiten in 15 Gemeinden und 15 Bürgermeistern ist die ÖVP im Bezirk bereits gut aufgestellt. In welchen Gemeinden man noch dazugewinnen kann und wo es spannend wird, verrät Bezirksparteiobmann Franz Hiesl.

Tips: Die ÖVP stellt derzeit in 15 Gemeinden den Bürgermeister. Anfang des Jahres haben Sie einmal gesagt, da wäre noch Luft nach oben. Was wäre da Ihrer Meinung nach möglich?
Franz Hiesl: Bürgermeisterwahlen sind Persönlichkeitswahlen. Wir haben in der Vergangenheit in einigen Gemeinden Bürgermeister verloren, die wir nicht verlieren hätten müssen. Ein Grund war, dass in Saxen und Grein zwei Parteien sich zusammengetan haben und im Gemeinderat einen ihrer Kandidaten zum Bürgermeister gewählt haben. Ich gehe davon aus, dass dieses Spiel dieses Mal nicht mehr aufgeht und umgedreht wird.
Tips: Die ÖVP wird in diesen Gemeinden also künftig wieder den Bürgermeister stellen?
Hiesl: In Saxen rechne ich Hubert Schlager gute Chancen aus und auch in Grein wird es, wenn man die derzeitige Konstellation betrachtet, ein interessantes Ergebnis geben.
Tips: In Naarn und Mitterkirchen gibt es rote Bürgermeister bei einer schwarzen absoluten Mehrheit. Lässt sich hier der Spieß wieder umdrehen?
Hiesl: In Naarn haben wir vor 18 Jahren durch Ungereimtheiten in der eigenen Partei die erste Position verloren. Ich meine aber, dass wir dort wieder gute Chancen haben. Auch Mitterkirchen ist eine Hoffnungsgemeinde, weil dort in der Vergangenheit bereits gut zusammengearbeitet wurde.
Tips: Was ist in der SPÖ-Hochburg Schwertberg machbar?
Hiesl: Schwertberg ist kein natürliches Mehrheitsgebiet der ÖVP, früher gab es immer eine SPÖZwei-Drittel-Mehrheit. Durch eine nicht so glückliche Personalauswahl wurde diese verloren. Ich denke, die Schwertberger wünschen sich Veränderung. Das Team um Max Oberleitner ist gut aufgestellt, was wir erreichen, sehen wir am 27. September.
Tips: Bei den Umfragen zur Landtagswahl schneidet die FPÖ derzeit sehr stark ab. Was trauen sie ihnen auf Gemeindeebene zu?
Hiesl: Dass diese Stimmung durchschlägt, ist 100 Prozent gegeben, weil viele Leute nicht so genau unterscheiden. Die FPÖ hat insgesamt Aufwind, das zeigt sich auch daran, dass es mehr Kandidaten gibt.
Tips: Wird auch das Asylthema sich auf die Wahlen in den Gemeinden auswirken?
Hiesl: Dort, wo wir bereits Flüchtlinge haben, gibt es überhaupt kein Problem, weil sich schnell Menschen aus den Pfarren und anderen Organisationen ihrer annehmen. Die Ängste bestehen eher vorher als nachher. Natürlich kann es sein, dass die FPÖ dort augenblicklich kleine Erfolge einfährt, wichtig ist aber, wie wir mit solchen Fragen langfristig umgehen, damit wir sie vernünftig für die Gesellschaft lösen. Wir dürfen nicht vergessen, was für ein Glück wir haben, dass wir in dieser Zeit hier leben dürfen.?


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