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 PERG/OÖ. In Perg findet sich eine breite Unterstützung für das Frauenvolksbegehren. Grüne und SP-Frauen, Gewerkschaft und die Katholische Frauenbewegung verfolgen ein gemeinsames Ziel.

Stimmen aus dem Bezirk Perg sprechen sich für das Volksbegehren aus. Foto: Mai
Stimmen aus dem Bezirk Perg sprechen sich für das Volksbegehren aus. Foto: Mai

Von 12. Februar bis 12. März kann eine Unterschrift ab dem 16. Lebensjahr in jedem Gemeindeamt, unabhängig vom Wohnsitz, abgegeben werden. Mittels Bürgerkarte oder Handysignatur kann das Begehren ebenfalls unterstützt werden. Genau 8401 Unterschriften benötigt es, um ein österreichweites Volksbegehren einreichen zu können. Auch wenn diese Zahl schon erreicht wurde, so soll man die Unterstützungserklärung trotzdem unterschreiben, denn die jetzige Unterschrift gilt auch schon für das spätere Volksbegehren. Dieses wird voraussichtlich Mitte des Jahres abgehalten.

„Die Geschichte der letzten Jahrhunderte zeigt: Nur konsequentes, beharrliches und lautes Einfordern führt Stück für Stück zu einer Verbesserung der Lebenssituation von Frauen. in den 100 Jahren seit Einführung des Frauen-Wahlrechts haben Frauen immer wieder ihre Freiheit erkämpft und erstritten“, so Lena Jäger, Projektleiterin des Frauenvolksbegehrens.

Stimmen aus dem Bezirk

„Frauen verdienen im Schnitt nach wie vor 30 Prozent weniger als Männer. Eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist vor allem im Osten des Bezirkes aufgrund fehlender Kinderbetreuungseinrichtungen kaum möglich“, so Sabine Schatz von der SPÖ in Perg. 

Martina Eigner, Vorsitzende der Grünen in Perg: „Österreich ist im Ranking im Thema Frauengleichstellung von 144 Ländern von Platz 34 auf 52 abgerutscht. Wer nichts fordert, bekommt auch nichts.“

Nur zwei Forderungen von elf wurden beim ersten Frauenvolksbegehren vor 20 Jahren umgesetzt. Eine breite Bewegung tritt nun an, um vollkommene rechtliche, ökonomische und soziale Gleichstellung der Geschlechter in Österreich einzufordern. Oberste Priorität hat die Verbesserung der Lebensrealitäten von Frauen. Ob Gewaltschutz, sexuelle Selbstbestimmung, ein vielfältiges Frauenbild in Medien, Kinderbetreuung oder Karrierechancen: Es geht um echte Gleichheit zwischen Mann und Frau und um eine Selbstbestimmung und eine Wahlfreiheit. „Als Frauen in der Kirche sind wir vom Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern besonders betroffen. Die Tatsache, dass noch immer Frauen deswegen armutsgefährdet sind, weil sie einfach völlig selbstverständlich den Großteil der unbezahlten Familienarbeit übernehmen, macht uns betroffen“, so Irmgard Schatz von der Katholischen Frauenbewegung in Perg. Daher werden umfassende Reformen gefordert, wo Probleme sind und Frauen noch immer benachteiligt werden.


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