Pilotprojekt „Meine Gemeinde“: Bürger sollen künftig über App mitreden können

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Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 24.09.2020 09:37 Uhr

MAUTHAUSEN/PERG. Das Marktforschungsinstitut Spectra will mit dem Projekt „Meine Gemeinde“ künftig die Möglichkeit bieten, dass Gemeinden ihre Bürger über eine App zu aktuellen Themen befragen können. In Mauthausen und Perg soll schon bald ein Pilotprojekt gestartet werden.

„Wir arbeiten schon länger mit verschiedenen Städten und Gemeinden zusammen, wenn es Bedarfserhebungen gibt und so ist die Idee zu diesem Projekt entstanden“, erklärt Christian Baumann, Senior Research Director bei Spectra. „Man sieht immer wieder, dass sich in Österreich eigentlich bei vielen Projekten gleich eine Bürgerinitiative dagegen bildet. Die Meinung vieler anderen Leute kennt man dann aber nicht. Hier können alle mitreden.“ Die Idee ist, über die Gem2Go-App Fragestellungen an die Bürger via Smart Phone zu rechten. Innerhalb kurzer Zeit hätte würde die Gemeinde dann ein Stimmungsbild zu einem ausgesuchten Thema erhalten. „Es geht hier um keine repräsentativen Studien, sondern darum, die Stimmung in der Bevölkerung einzufangen“, so Baumann.

Über Projekt wird in Gemeinden beraten

In einer Stadt wie Perg wäre es schon notwendig, dass sich 300 bis 500 Leute registrieren und befragen lassen. „Mauthausen und Perg scheinen uns sehr geeignet, um dieses Umfrage-Tool zu testen. Wir müssen dann auch erst sehen, welche Probleme da auftauchen und, was es noch zu verändern gibt.“

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde das Projekt in Perg bereits präsentiert, jetzt soll über die Möglichkeit im Stadtrat und in den Fraktionen beraten werden. Ein paar Bedenken wurden von einigen Seiten aber schon geäußert. „Bei einem solchen Online-Tool sind gewisse Teile der Bevölkerung ausgeschlossen, damit haben wir keine repräsentative Studie, was nichts macht. Was mir mehr Sorgen bereitet, ist, dass wir wieder nur jene erreichen, die ohnehin diskussionsfreudig sind und das ist dann auch ein verfälschtes Stimmungsbild. Es gilt dann, die Ergebnisse richtig einzuordnen und darf nicht die alleinige Entscheidungslage für oder gegen etwas sein. Grundsätzlich ist es aber ein gutes Projekt und wir wollen uns als Stadt Perg auf jeden Fall einbringen, um das Instrument weiterzuentwickeln“, so Pergs Stadtchef Anton Froschauer.

Start Ende 2020 möglich

In Mauthausen wird im nächsten Gemeindevorstand darüber diskutiert. „Ich stehe dem sehr positiv gegenüber, weil auch die ältere Generation immer technik-affiner wird. Es wird natürlich sehr wichtig sein, welche Fragen man stellt. Ich glaube, umso konkreter diese Fragen sind, umso mehr Leute werden sich einbringen. Gerade, wenn es z.B. um einzelne Ortsteile geht und ein Verkehrsthema bin ich da sicher. Wenn es nach mir geht, hoffe ich, dass wir noch Ende des Jahres starten können“, so Bürgermeister Thomas Punkenhofer im Tips-Gespräch.

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