„Krisen werden gemeistert, wenn man zusammensteht“
BEZIRK PERG. Schön langsam wäre nun das Weihnachtsgeschäft angerollt. Doch der Handel muss schließen. Für Pergs Wirtschaftskammer-Obmann Wolfgang Wimmer trotzdem „eine logische Konsequenz“ hinsichtlich der steigenden Corona-Zahlen.

„Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, dass es in der jetzigen Zeit immer noch so viele Menschen gibt, die so tun, wie wenn sie diese Pandemie nichts angeht. Durch dieses rücksichtslose Handeln war es schon absehbar, dass ein zweiter Lockdown die logische Konsequenz sein muss“, wie Wimmer betont. Doch jener Bereich, der sehr darunter leiden wird, ist der lokale Handel. Durch die verordnete Schließung kommen viele Geschäfte schwer unter Druck. „Die angekündigte Unterstützung vom Staat mag vieles abfedern, aber auf Dauer wird das nicht zu einer Lösung führen. Deshalb sind wir aufgerufen, dass gerade in dieser Situation alle ein Zeichen setzen, wenn wir eine funktionierende, lokale Wirtschaft haben wollen, die die regionalen Arbeitsplätze sichert und die Ortsgefüge am Leben hält“, sagt Pergs WKO-Obmann.
Appell: regionale Händler unterstützen
Viele Orte im Bezirk haben ein gut funktionierendes Gutscheinsystem, das Kaufkraft bindet. „Ich würde mir wünschen, in dieser schwierigen Zeit sogar noch einen Schritt weiter zu gehen. Wenn ich weiß, was ich zu Weihnachten schenken möchte, dann einfach Gutscheine bestellen und so den Beschenkten das Einkaufsfeeling nachholen lassen, sobald es wieder möglich ist. Gutscheine kaufen geht auch im Lockdown. Und damit setzen wir ein Zeichen und helfen auch direkt dem Unternehmen bei der Überbrückung dieser Zeit. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Betriebe auch diese Zeit meistern werden, wenn auch mit einem großen Kraftakt. Krisen werden dann gemeistert, wenn man zusammensteht“, appelliert Wimmer an die Perger Kunden.
Genuss vom Wirten
Auch weiterhin zulässig ist die Abholung von vorbestellten Speisen, sofern diese nicht vor Ort konsumiert werden und sichergestellt ist, dass gegenüber anderen Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird. Die Gastronomie befindet sich schon länger im Lockdown und der angebotene Abhol- und Lieferservice funktioniert bei vielen Wirten gut. Einen Überblick, wer Essen anbietet, gibt es auf der Homepage der WKO Perg (siehe Infobox). Ins Leben gerufen wurde die regionale Plattform bereits beim ersten Lockdown im Frühjahr. Für eine Viertelmillion Besucher war sie auch eine überaus wertvolle Hilfe. Die vertretenen Branchen auf der Lieferservice-Plattform sind vielseitig: Von Gastronomie, Kosmetik über Baumarkt, Elektroartikel oder Spielwaren findet man Angebote. Mit Stand Montag, 16. November, 12 Uhr finden sich über 220 Einträge auf der Seite. Gastronomen, aber auch regionale Unternehmer, die noch nicht eingetragen sind, aber es noch möchten, können sich an die Wirtschaftskammer in Perg wenden. „Es liegt an uns, jetzt zu handeln und die Kaufkraft im Ort zu binden. Deshalb mein Credo: Denk positiv, bleib negativ“, wie Wimmer im Tips-Interview sagt und abschließend alle zum Durchhalten motiviert.


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