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MAUTHAUSEN. Dem Straßenausschuss der Gemeinde Mauthausen wurde am 20. Oktober die Pläne für die Errichtung der zweiten Donaubrücke durch Vertreter des Landes OÖ vorgestellt. Laut SPÖ und Grüne nimmt die vorgeschlagene Lösung keine Rücksicht auf die Verkehrssituation an der B123 in Heinrichsbrunn.

Die Heinrichsbrunner sind unzufrieden mit der Donaubrücken-Lösung. Es wird eine Verbesserung der Lebensqualität an der B123 gefordert. (Foto: Karl Berger)

„Die Überlegungen aus dem präsentierten Vorprojekt enden in Mauthausen mit dem Kreuzungspunkt der ‚neuen Brücke‘ und der B3. Somit gibt es derzeit keine Planungen zur Verlegung der B123 aus den dicht besiedelten Ortsteilen Heinrichsbunn und Zirking und auch keine konkreten Maßnahmen zur Ertüchtigung der B3 in Mauthausen“, ist der Resolution, eingebracht von der SPÖ Mauthausen im Gemeinderat, zu entnehmen. Die Resolution wurde mit den Stimmen der SPÖ und der Grünen mit 16 zu 15 knapp angenommen. „Bereits jetzt ist die B3 im Bereich Mauthausen an der Grenze der Leistungsfähigkeit. Diese Tatsache behindert jede Entwicklungsmöglichkeit der Gemeinde und wird bei jeder Änderung einer Flächenwidmung von den zuständigen Stellen des Landes OÖ als Argument für eine Ablehnung herangezogen. Die Prognose für den Zeitraum nach der Errichtung einer zweiten Brücke liegt an einem weiter östlich gelegenen Straßenabschnitt und verschlechtert damit die Ist-Situation für Mauthausen zusätzlich. Es gibt absolut keine Überlegungen, wie die Bevölkerung an der B123 in Heinrichsbrunn und Zirking geschützt werden soll und wie das jetzt schon bestehende Chaos der B3 beseitigt werden könnte“, sagt Bürgermeister Thomas Punkenhofer verärgert. In der Resolution wird daher gefordert, den KFZ-Verkehr nachhaltig zu reduzieren, eine Erweiterung des vorliegenden Projektes der „B123a Donaubrücke Mauthausen“ um eine Gesamtlösung inklusive Ertüchtigung der B3 sowie Verlegung der B123 aus Heinrichsbrunn und Zirking und ein Lärmschutz für die Bewohner.

Sofortige Umsetzung einzelner Forderungen

„Als Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Situation für die Bewohner an der B123 fordern wir unverzüglich eine rigorose Überwachung der Quell- und Zielverkehrsverordnung, stationäre Radaranlagen, die Sanierung aller Kanaldeckel und Schachtabdeckungen auf Fahrbahnniveau und Lärm-mindernde Maßnahmen an der B123 sowie ein Verbot für die Abwicklung des Baustellenverkehrs über die B123 Richtung Norden sowie über die B3 vom Standort neue Donaubrücke Mauthausen Richtung Linz“, sagt Johann Hinterplattner, Obmann der Grünen Mauthausen.

Mauthausen trägt höchste Verkehrslast

„In Niederösterreich wird nach der Brücke noch mehrere Kilometer weitergedacht und in Oberösterreich ist es offensichtlich egal, dass Mauthausen bereits jetzt von allen beteiligten Gemeinden die höchste Verkehrslast trägt. Wir hören vom Land OÖ immer nur, dass die B3 jetzt schon überlastet ist. Eine zweite Brücke ohne Maßnahmen in Mauthausen würde meiner Meinung nach zum endgültigen Chaos führen. Daher meine klare Aussage: Ja zu vier Spuren über die Donau, aber nur mit den entsprechenden Maßnahmen in Mauthausen. Heißt im Umkehrschluss: Keine zweite Brücke ohne B123 und B3! Wir müssen jetzt Mauthausen vor dem Verkehrsuntergang schützen. Schade, dass das nur zwei Parteien im Gemeinderat so sehen. Das derzeit vorliegende und präsentierte Vorprojekt wird daher vom Mauthausener Gemeinderat abgelehnt“, so Punkenhofer abschließend.


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